Elite Model Look

Brugger Model vor dem Final in Schanghai: «Keine Zeit für Vorbereitung»

In etwas mehr als einer Woche fliegt Manuela Frey nach Schanghai. Als Schweizer Siegerin nimmt die 16-Jährige am Elite Model Look World Final teil. Nervös ist sie deswegen aber (noch) nicht, wie sie selber sagt.

In drei Wochen ist es so weit: Das junge Model Manuela Frey wird am 1. Dezember am Elite Model Look World Final in Schanghai die Schweiz vertreten. «Die Vorfreude auf dieses Wahnsinn-Erlebnis ist enorm», sagt das Brugger Model. Nervös sei sie noch nicht. «Das kommt aber bestimmt noch.» Momentan lasse sie die riesige Herausforderung einfach auf sich zukommen und werde ihre Bestmögliches geben.

Seit ihrem Sieg beim Schweizer Final des Elite Model Look hat sich bei der 16-Jährigen einiges getan. Frey brach ihre kurz zuvor begonnene Matura an der Kantonsschule Baden ab, um sich voll und ganz auf das Modeln zu konzentrieren. Und das geht bisher auf.

Zeit zur Vorbereitung fehlte bisher

Denn bisher konnte sich Frey noch gar nicht speziell auf ihren grossen Tag im fernen Asien vorbereiten. «Dafür hatte ich bisher gar keine Zeit», sagt die 1,80-Meter grosse Schönheit. Seit ihrem Sieg am Elite Model Look habe sie meistens gearbeitet. «Ich war auch oft in Paris und Mailand unterwegs.»

So oder so, achtet die Bruggerin aber auf sich: «Ich achte darauf, dass ich regelmässig Sport treiben kann, esse wie immer gesund und schaue, dass ich zu genügend Schlaf komme.»

Spätestens am Montag in einer Woche wird Frey aber ihre ganze Konzentration auf den Elite Model Look World Final richten können. Dann nämlich, am 19. November, fliegt sie nach Schanghai. Dort erwartet sie ein «ziemlich taffes» Programm, wie sie betont. «Deshalb ist es sehr wichtig, dass meine ‹Batterien› voll geladen sind.»

Frey, die nächste Julia Saner?

Das wird auch nötig sein, wenn Sie in die Fussstapfen von Julia Saner treten will. Die Bernerin hatte 2009 als erst zweite Schweizerin nach Sandra Wagner (1995) den seit 1983 jährlich ausgetragenen Wettbewerb für Nachwuchsmodels für sich entschieden. Ist deshalb Vorbild? «Ja sicher! Ich finde sie wunderschön», sagt Frey.

Saner strahle viel Ruhe und Sicherheit aus, so Frey. Durch ihre professionelle Art habe sie viele Erfolge feiern können. «Das wäre auch ein grosser Traum von mir.» Persönlich kennengelernt habe Frey die heute 20-Jährige aber «leider noch nicht».

Skandal um das erste Schweizer Elite Model

Die Luzernerin Sandra Wagner hatte nach ihrer Wahl 1995 für einen handfesten Skandal gesorgt: Weil sie gegen Ende ihres Amtsjahres bereits im fünften Monat schwanger war, wurde ihre Modelvertrag über 180000 Franken von der Agentur Elite storniert. Grund: Agentur-Gründer John Casablancas sorgte sich um das Image des Wettbewerbs und verbot Wagner deshalb, den Titel an ihre Nachfolgerin zu übergeben.

Ein Sieg am World Final garantiert also für nichts. Und: Durchaus berechtigte Hoffnungen auf eine Karriere darf sich Manuela Frey auch weiterhin machen, wenn sie den Titel am 1. Dezember nicht holen sollte.

So waren auch die US-Amerikanerin Cindy Crawford (1983), das Model schlechthin, das brasilianische Topmodel Gisele Bündchen (1994) oder die heutige Hollywood-Schauspielerin Diane Kruger (1992) Teilnehmerinnen am Elite Model Look World Final. Obwohl sie nicht gewannen, machten sie schliesslich eine grosse Karriere.

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