Im Dorfkern in Riniken plant der Mobilfunkanbieter Salt eine neue Mobilfunkanlage. Bis 26. November liegt das Baugesuch öffentlich auf. In einem Leserbrief, der diese Woche in der Aargauer Zeitung erschienen ist, kritisieren Albert und Marianne Blum den Standort. Die Antenne, schlagen sie vor, könnte stattdessen auf einem Mast der Hochspannungsleitung nahe der ehemaligen Kläranlage oder beim Schiessplatz Krähtal installiert werden. Die beiden Riniker hoffen, «dass es gegen die geplante Anlage Einsprachen hagelt und dass der Gemeinderat die Genehmigung verweigert».

Bessere Abdeckung ist das Ziel

Warum aber plant Salt die neue Mobilfunkanlage und wie kam es zur Wahl des Standorts? Dieser Entscheid sei gefallen, um die Qualität der Abdeckung – insbesondere die Kapazität innerhalb der Gebäude – sowie die Surfgeschwindigkeit zu verbessern, antwortet Salt-Mediensprecherin Viola Lebel und ergänzt: «Um eine gute und lückenlose Abdeckung zu erreichen, muss der Standort möglichst zentral sein.» Auf dem Gebäude an der Gröpplimatt, ist vorgesehen, wird ein Stahlmast installiert, der rund 5 Meter über den Dachfirst ragt. Am Stahlmast werden die drei sogenannten Sektor-Antennen montiert. Die reinen Baukosten betragen gemäss Baugesuchunterlagen rund 80'000 Franken. Nicht enthalten sind die Netzwerk-Elemente.

Angesprochen auf die von den Leserbriefschreibern befürchtete Bestrahlung verweist Viola Lebel auf die in der Schweiz geltenden Vorschriften. Die in diesem Zusammenhang relevante Verordnung über den Schutz vor nichtionisierender Strahlung schreibe Grenzwerte vor, die zehnmal strenger seien als im umliegenden Europa. «Zusätzlich gelten strenge Mess- und Bewertungsmethoden.»

Grundsätzlich müssten bei der Planung einer Mobilfunkantenne verschiedene Bedingungen berücksichtigt werden, welche die Anzahl der potenziellen Standorte erheblich einschränke, fährt die Mediensprecherin fort und nennt die Stichworte Integration in das bestehende Netz, Standorthöhe, Senderichtungen, Hindernisse für die Ausbreitung der elektromagnetischen Felder oder verfügbare Sendeleistung. Weiter beachtet werden müsse auf nationaler Ebene nebst dem Umweltschutzgesetz und der Verordnung über den Schutz vor nichtionisierender Strahlung auch das Raumplanungsgesetz. «Schliesslich reduzieren dann die kantonalen und lokalen Bauvorschriften die Standortwahl noch weiter», stellt Viola Lebel fest. Von der soweit reduzierten Palette kämen schliesslich nur diejenigen Standorte in Betracht, die ein Grundstückeigentümer zu marktüblichen Konditionen zur Verfügung stelle.

Es kann Verzögerungen geben

Gebaut werden könne die Mobilfunkanlage erst, wenn eine rechtskräftige Baubewilligung vorliege, betont Viola Lebel. Allfällige Einsprachen, ist sich die Mediensprecherin bewusst, können das Verfahren verzögern.

Bei der Frage danach, wie viele Mobilfunkantennen derzeit in Planung sind oder in nächster Zeit erstellt werden sollen, hält sich Mobilfunkanbieter Salt bedeckt. Aus strategischen Gründen könne die genaue Anzahl nicht bekannt gegeben werden.