Schinznach-Bad
Das Aquarena erhält ein Facelifting für 4 Millionen Franken

Das Erlebnisbad in Schinznach-Bad wird derzeit modernisiert. Nach Ende der Bauarbeiten werden die Gäste kaum etwas von diesen merken. Das Bad wird mit einem Familienwochenende wiedereröffnet.

Michael Hunziker
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Marcus Rudolf, Direktor Bäder und Technik, nimmt einen Augenschein auf der Baustelle
10 Bilder
Udo Drewanowski ist der zuständige Architekt
Im Innenbad befindet sich derzeit kein Wasser
Die Arbeiten in den Duschen sind in vollem Gang
Der Garderoben-Bereich wird komplett erneuert
Im Aussenbereich kommen neue Natursteine zum Einsatz
Das Aquarena gleicht derzeit einer einzigen, grossen Baustelle
Blick in den erneuerten Garderoben-Bereich
Bis zur Neueröffnung wird mit Hochdruck gearbeitet im Aquarena
Das Aquarena in Schinznach-Bad ist modernisiert worden

Marcus Rudolf, Direktor Bäder und Technik, nimmt einen Augenschein auf der Baustelle

Chris Iseli

Der Boden ist mit Karton abgedeckt, von der Decke hängen lose Kabel, Scheinwerfer leuchten, Bohrmaschinen und Trennscheiben dröhnen: Dutzende Handwerker wuseln derzeit im Erlebnisbad Aquarena in Schinznach-Bad umher. Die Anlage wird für rund 4 Mio. Franken auf den neusten Stand gebracht.

Marcus Rudolf, Direktor Bäder/ Technik bei der Bad Schinznach AG, sowie Ulrich Leistner, Leiter Marketing, machen sich allerdings keine Illusionen: «Viele Gäste werden von der Modernisierung wohl gar nicht viel bemerken», stellen sie bei einem Rundgang auf der Baustelle fest. Denn: «Es handelt sich nicht um einen Umbau im eigentlichen Sinn, sondern um einen Refresh. An den Innen- und Aussenbecken sowie am Flussbad selber ändert sich nichts Sichtbares.»

Chip statt Schlüssel

Nach 24 Jahren intensivem Betrieb zeigten sich im Aquarena die Gebrauchsspuren, traten Abnützungserscheinungen auf. Seit Anfang Juni werden aus diesem Grund Böden, Wände und Decken mit neuen Belägen versehen, werden sanitäre und elektrische Installationen sowie Lüftungen den aktuellsten Anforderungen angepasst, werden Fugen und Natursteine saniert, Fenster ersetzt, Fassaden gestrichen sowie die Filter der Wasseraufbereitung gereinigt und aufgerüstet.

Von vielen Tätigkeiten wird nach dem Abschluss tatsächlich kaum etwas zu sehen sein. Den Besuchern auffallen dürfte in Zukunft aber vielleicht der neue, verglaste Ruheraum zwischen den beiden Bädern Thermi und Aquarena, die LED-Beleuchtung, deren Licht auf die gewünschte Stimmung abgestimmt werden kann, oder die Garderoben, die zur besseren Orientierung mit farblich abgestimmten Kästchen versehen sind. Für letztere – sowie auch für die Wertfächer – braucht es übrigens künftig keinen Schlüssel mehr. Zum Öffnen und Schliessen kommt ganz bequem ein Chip-Band am Handgelenk zum Einsatz.

Motiviert – selbst in der Nacht

Auch wenn der Zeitplan sportlich sei, auch wenn weiterhin mit Hochdruck gehämmert, geschraubt und geplättelt werden müsse und noch diverse Details zu regeln seien: Direktor Rudolf ist überzeugt, dass alle Tätigkeiten planmässig abgeschlossen und die Anlagen rechtzeitig in Betrieb genommen werden können. «Die Zusammenarbeit zwischen den Beteiligten klappt reibungslos und das Wetter spielt mit. Wir sind auf Kurs.» Der zuständige Architekt Udo Drewanowski vom Brugger Büro U.D.O. Architekten und Planer AG, windet den Handwerkern ein Kränzchen. Alle seien motiviert und zeigten sich flexibel – bei Bedarf werde schon einmal eine Nachtschicht eingelegt.

Gefeiert wird die Aquarena-Neueröffnung am 29. und 30. August mit einem Familienwochenende. Zum Programm gehören Attraktionen wie Gummienten-Jagd mit Preisverleihung, Ballonweitflug-Wettbewerb sowie Piratenschiff-Hüpfburg. Den Verantwortlichen ist die Vorfreude anzusehen. Zwar sei während der Bauphase allen Gästen das Thermi offen gestanden, trotzdem sei es zu Lärm und Umtrieben gekommen. «Damit ist es glücklicherweise schon bald vorbei.»

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