Brugg

Das Café Fridolin bleibt nach dem Lockdown geschlossen – Betreiber sucht neues Lokal

Für die Gäste steht die Tür zum «Fridolin» nicht mehr offen.

Für die Gäste steht die Tür zum «Fridolin» nicht mehr offen.

Alfonso Escobar hat sich in den vergangenen eineinhalb Jahren mit dem Musikcafé einen Namen in der Brugger Altstadt gemacht. Jetzt muss er das Lokal bis am 30. Mai räumen.

«Am Ende wird alles okay sein. Falls es nicht okay ist, ist es nicht das Ende.» Ein Schild mit diesem Spruch auf Englisch steht im Café-Fridolin-Schaufenster in der Brugger Altstadt. Dass hier ein Ende naht, machte Alfonso Escobar vergangene Woche in einem emotionalen Post auf Facebook publik. «Diese Woche erhielt ich vom Eigentümer des Gebäudes eine Benachrichtigung über das Ende des Mietvertrags mit dem Höchsttermin für das Verlassen des Ortes am 30. Mai», schreibt der chilenisch-spanische Doppelbürger, der seit etwa viereinhalb Jahren in der Schweiz lebt.

Es sei eine grosse Schande, weil er hart gearbeitet und seine ganze Liebe und Leidenschaft für dieses kulturelle Café eingesetzt habe, das ihm so viele glückliche Momente beschert habe, so Alfonso Escobar. Auf Nachfrage sagt Besitzerin Elisabeth Senn lediglich, dass es sich um einen befristeten Mietvertrag gehandelt habe. Die Frage, ob sie für das Café einen neuen Pächter suchen werde, kann sie derzeit nicht beantworten.

Zusammen mit seiner damaligen Brugger Lebenspartnerin Evelyne Fischer übernahm Alfonso Escobar das Café Fridolin im Dezember 2018. Die Öffnungszeiten wurden schon bald angepasst und stark reduziert. Zuletzt machte sich das kleine Lokal einen Namen mit Hauskonzerten am Freitagabend. Escobar sucht nun in Brugg, Zürich oder Basel ein neues Lokal, um wieder ein Café mit Livemusik betreiben zu können. Froh ist der Musikliebhaber, dass ihm die Eigentümerin im Lockdown immerhin die Miete erliess. 

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