Brugg

Das «Dampfschiff» soll eine Plattform abseits des Mainstream bleiben

Neu gestaltet wurde im Kulturlokal Dampfschiff die Plakatwand. Stolz wird sie präsentiert von (v. l.): Susanne Müller (Co-Präsidentin), Marianne Barth (Verantwortliche Kultur), Irene Simmen (Verantwortliche Betrieb) und Michael Baumann (Verantwortlicher Technik). Es fehlt: Alexandra Dahinden (Co-Präsidentin).

Der Vorstand des Brugger Kulturlokals startet in neuer Besetzung in die neue Saison. Auch die Infrastruktur ist teils neu.

Im Vorstand des Brugger Kulturlokals Dampfschiff ist es am Donnerstagabend zu einem Wechsel im Vorstand gekommen. Alex Simmen gab seinen Rücktritt als Präsident; an seine Stelle treten im Co-Präsidium Susanne Müller und Alexandra Dahinden.

Quasi mit einem Bein im Vorstand sind Marianne Barth (Verantwortliche Kultur) und Irene Simmen (Verantwortliche Betrieb). Sie werden künftig an den Vorstandssitzungen dabei sein, damit der Austausch besser und vor allem schneller funktioniert. Zudem werden so zusätzliche Sitzungen unnötig.

Trotz Saisonpause wurde es dem «Dampfschiff»-Team im Sommer nicht langweilig. Einerseits war es im Rahmen von Kult4 – dem Label, unter dem die vier Brugger Kulturhäuser zusammen auftreten – stark involviert am Stadtfest, andererseits standen bauliche Änderungen an der Infrastruktur an.

So hat Michael Baumann mit dem Haustechniker eine neue Schallisolierung an der Decke und den Wänden installiert. Einen neuen – silbrigen – Anstrich erhalten hat die Plakatwand, die nun etwas anders daherkommt.

Der Backstagebereich wurde ebenfalls umgestaltet. Der dort eingemietete Darts Club wollte einige Veränderungen anbringen. Das «Dampfschiff» beteiligte sich.

So wurde beispielsweise der Boden neu verlegt. «Ziel des ‹Dampschiffs› ist es aber, den grossen Batzen in die Kultur stecken und nicht in Infrastruktur-Projekte», betonte Marianne Barth anlässlich der Pressekonferenz am Donnerstagabend. «Umso schöner ist es, wenn wir eine solche Zusammenarbeit wie mit dem Darts Club eingehen können.»

Praktisch unverändert präsentiert sich das kulturelle Programm des «Dampfschiffs». «Wir setzen weiterhin auf Künstlerinnen und Künstler abseits des Mainstreams», betonte Barth. «Zudem wollen wir Newcomern eine Plattform bieten.»

Es sei die Vielfältigkeit der Events, die das «Dampfschiff» so einzigartig machen. Beliebt sind beim Publikum Disco- und Tanzevents, aber auch der Ukulele Jam. Gut gestartet ist die Sparte Mundart, die beibehalten wird.

Neu gibts die Tickets für Events auch online zu kaufen

Viel Publikum lockten die Poetry-Slam-Abende an, wobei es manchmal zu Engpässen an der Bar oder beim Einlass kam. Darum setzt das «Dampfschiff» neu auf den Ticketvorverkauf online.

Die Events werden auf www.petzi.ch aufgeschaltet, die Tickets können dort erworben werden. Einerseits erhofft sich Barth davon Werbung und eine bessere Planbarkeit der Events, andererseits aber auch mehr Commitment vom Publikum.

Heisst: Kauft jemand im Voraus ein Ticket, wird er die Veranstaltung eher besuchen, auch wenn dann an diesem Tag schönes Wetter herrscht und andere Angebote locken.

Die «Dampfschiff»-Crew hofft, dass sich bezüglich Kultur nicht nur in ihrem Lokal etwas tut, sondern auch auf politischer Ebene. So fand kürzlich eine Sitzung zum Thema Kultur in Brugg statt. Der Stadtrat will diesbezüglich eine Arbeitsgruppe einsetzen. Eine Kulturkommission würde die «Dampfschiff»-Crew begrüssen.

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