Windisch

Das Gemeindehaus wird erneuert – damit die Verwaltung nicht überhitzt

Das Windischer Gemeindehaus hat mittlerweile eine ganze Reihe Mängel.

Das Windischer Gemeindehaus hat mittlerweile eine ganze Reihe Mängel.

Undichte, defekte Fenster, Überhitzung im Sommer oder Heizprobleme im Winter: Das 53-jährige Gemeindehaus in Windisch hat zahlreiche Mängel. Nun soll es erneuert werden.

Die Liste der Mängel ist lang, reicht von undichten, defekten Fenstern bis zu Überhitzung im Sommer oder Problemen bei der Heizung im Winter. Der bauliche und technische Zustand des Gemeindehauses in Windisch entspricht in vielen Teilen nicht mehr den heutigen Anforderungen, stellt der Gemeinderat fest.

Die Erneuerung des Verwaltungsgebäudes sowie der Annexbauten ist jetzt ein Thema im Einwohnerrat. Zur Diskussion steht an der Sitzung am 20. Juni ein Projektierungskredit von 80'000 Franken für die Vorstudie und den Machbarkeitsnachweis. Beantwortet werden sollen die Fragen, wie und mit welchen Mitteln das Gemeindehaus in seinem Wert erhalten, in seiner Funktion gesichert werden kann, kurz: «Wie kann seine Ausstrahlung das Bild einer aufstrebenden Gemeinde auch in Zukunft widergeben?» Ebenfalls abzuklären ist gemäss Gemeinderat, welches Potenzial in den Annexbauten steckt und wie diese allenfalls zwischengenutzt werden können.

Restlos veraltet und marode

Erbaut wurde das Gemeindehaus 1964, in Betrieb genommen 1965. In den Achtzigerjahren ist die Fassade erneuert worden. «Im Inneren wurden die Räumlichkeiten und Einrichtungen immer wieder den Bedürfnissen entsprechend angepasst», schildert der Gemeinderat die Ausgangslage.

Die Annexbauten seien baulich teilweise noch in ihrem ursprünglichen Zustand. «Ungedämmte Räume werden beheizt», heisst es in der Botschaft an den Einwohnerrat. «Türen, Tore, Fenster sind restlos veraltet und marode.» Teile der Annexbauten würden zudem in absehbarer Zeit leer – Feuerwehr, Gemeindebetriebe – oder wie die Trafostation nur ungenügend genutzt.

Bevor mit einem Erneuerungsprojekt überhaupt gestartet werden kann, müssen laut Behörde die städtebaulichen, architektonischen, bautechnischen und nutzungsspezifischen heutigen Situationen bekannt sein. «Eine umfangreiche Gebäudeanalyse soll den Handlungsbedarf aufzeigen.» Anders ausgedrückt: Sowohl für das Gemeindehaus als auch die Annexbauten sollen in einer umfassenden Analyse der Ist-Zustand sowie die Nutzungsmöglichkeiten aufgezeigt werden. Im Gemeindehaus bleiben die heutigen Nutzungen, so die Absicht, soweit möglich unverändert. «Für die Erneuerungsvarianten sind mögliche Etappen aufzuzeigen sowie deren Auswirkungen auf den laufenden Betrieb.»

Von anderen Gemeinden beneidet

«Die Vorstudie und der Machbarkeitsnachweis für das Gemeindehaus tragen als letzte Mosaiksteine dazu bei, dass die Grundlagen für die Erneuerungsplanung der Hochbauten der Gemeinde Windisch vervollständigt werden können», führt der Gemeinderat weiter aus. «Anschliessend können die Massnahmen für die einzelnen Liegenschaften priorisiert und etappenweise zur Umsetzung beantragt werden.» Verläuft alles nach Plan, soll der Schlussbericht Anfang 2019 vorliegen. Nebst den Schulbauten sei das Gemeindehaus das wohl grösste gemeindeeigene Gebäude, hält die Behörde schliesslich fest und fügt an: «Die zentrale Gemeindeverwaltung stellt auch heute noch eine bedeutende Errungenschaft dar, wofür wir von vielen anderen Gemeinden beneidet werden.»

Städtebaulich wichtig sind gemäss Behörde ebenfalls der Brunnenplatz sowie der Platz vor dem Gemeindehaus. Eine neuzeitliche Gestaltung werde unabhängig in einem separaten Verpflichtungskredit zur Realisierung vorgeschlagen.

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