Vor einem Jahr war die Bevölkerung dazu aufgerufen worden, Musikwünsche fürs Jubiläumskonzert einzureichen. Wie die neue Leiterin der Musikschule Windisch-Hausen, Ursula Weber, bei der Begrüssung der Zuhörer in der prall gefüllten Mehrzweckhalle Dorf in Windisch schilderte, wurden die Eingaben auf die Eignung hin überprüft und ein entsprechend vielseitiges Programm zusammengestellt.

Diese wurde nun einerseits von den rund 100 Musikschülerinnen und –schülern sowie andererseits von den Lehrpersonen vorgetragen. Da reihte sich etwa der «Herr der Ringe» als Schulorchester-Arrangement und unter Beteiligung der Jugendband Windissimo neben das Mozart’sche Allegro aus dem Klarinettenquintett in A-Dur. Es folgten eine englische Volkslied-Melodie, die Klänge eines spanischen und bolivianischen Volkstanzes, ein Schottisch, der Vicky-Leandros-Schlager «Ich liebe das Leben» bis hin zum Metal-Band-Song oder zum vom Orchester begleiteten Kinderlied «Eusi chlini Wält isch Windisch», komponiert von Markus Kunckler. Dieser hatte die Musikschule 31 Jahre lang geleitet.

Blockflöte, Harfe und Keyboard

Er blickte kurz zurück auf die Erfolgsgeschichte dieser seit nunmehr 40 Jahren bestehenden Schule, welche den Kindern musisch viel mitzugeben vermochte und weiterhin vermag. Nicht nur er durfte an diesem Anlass herzliche Dankesworte und ein Präsent für das engagierte Wirken entgegennehmen, sondern auch Ernst Meier, der 19 Jahre lang das Musikschulsekretariat betreut, und Heidi Mösch, der während 10 Jahren die Musikschulkommission präsidiert hat.

Doch im Mittelpunkt standen die Vorträge, welche das Publikum hell begeisterten. Es war erstaunlich, wie die oft nicht einfachen Werke gemeistert, dem Inhalt entsprechend mal gefühlvoll, melancholisch, dann wieder fröhlich, poppig, mitreissend wiedergegeben wurden. Selbst die jüngsten Schüler zeigten schon ein überaus beachtliches Können. Vielseitig war schliesslich auch das Spektrum der Instrumente. Es reichte von der Blockflöte bis zur Harfe, vom Orrf’schen Instrumentarium bis zum Keyboard. Eine Schülerin und ein Schüler wussten die gespielten Werke informativ wie auch humorvoll anzusagen. Das Schlussstück «Lass die Sonne scheinen» könnte auch als Fazit des Konzertes gezogen werden: Die Mitwirkenden liessen musikalisch die Sonne scheinen.

Ein feiner Apéro im Festzelt, begleitet von jazzigen Klängen der Lehrpersonen, sorgte für einen gelungenen Abschluss des Jubiläumsanlasses.