Brugg

Das «Schlössli Altenburg» ist eine beliebte Adresse unter den Jugendherbergen

Saba Krezdorn leitet seit 2007 die Jugendherberge «Schlössli Altenburg» in Brugg. Sandra Ardizzone

Saba Krezdorn leitet seit 2007 die Jugendherberge «Schlössli Altenburg» in Brugg. Sandra Ardizzone

Selbst wenn das Wetter nicht top ist, verzeichnet die Brugger Jugendherberge regen Zuspruch: Am 13. Oktober schliesst sie ihre Tore – am 17. März 2014 wird sie diese wieder öffnen.

Saba Krezdorn strahlt: «Wir sind sehr zufrieden über die bald zu Ende gehende Saison», sagt die junge Betriebsleiterin der Jugendherberge «Schlössli Altenburg».

Dort, wo einst Römer und Habsburger wohnten, befindet sich ein Haus, das von viel Geschichte umgeben ist – etwa dem römischen Legionslager Vindonissa, dem Schloss Habsburg oder der Klosterkirche Königsfelden.

Das idyllisch an der Aare liegende, 50 Betten zählende «Schlössli Altenburg» war einst ein römisches Kastell, das später waschechte Habsburger beherbergt hat. Nicht verwunderlich, wird es gerne aufgesucht – und das sogar in einem Jahr, das wettermässig lange Zeit kein Volltreffer war. Als stärkste Monate bezeichnet Saba Krezdorf den Mai und den Juni.

Die Brugger Herberge – eine der ältesten Schweizer Jugis – lebt primär von Schulklassen, «die im Aargau beheimatet sind, dicht gefolgt von den beiden Basler Kantonen und dem Kanton Soloturn», sagt Krezdorn, die seit 2007 das «Schlössli» leitet.

Aus allen Ecken des Kantons

«Meistens bleiben die Schülerinnen und Schüler von Montag bis Freitag bei uns und absolvieren das klassische ‹römische› Programm mit dem Legionärspfad», fährt die Betriebsleiterin fort: «Oft besuchen sie auch die Schlösser Habsburg, Lenzburg und Wildegg. Den kürzesten Weg in unsere Jugi hatten Klassen von Baden und Rupperswil.»

Hat die Jugi Stammgäste? «O ja. Lehrer, die stets mit ihren jeweiligen neuen Klassen zu uns stossen.» Einzelne Gäste sind in der Brugger Jugi weit weniger anzutreffen. Wenn doch, stammen die meisten von ihnen ebenfalls aus der Schweiz. «Darauf», betont Saba Krezdorn, «sind wir sehr stolz, denn das zeigt uns, dass die Schweizer gerne ihr eigenes Land erkunden.»

Ziemlich selten suchen Reisende aus dem Ausland – etwa dem nahen Deutschland – die Herberge auf. «Einige», ergänzt Krezdorn, «verweilen bei uns, weil sie den Jurahöhenweg absolvieren wollen.» Für Familien ist das Brugger Haus eine feine Adresse, gibt es doch eine Spielwiese, einen Grillplatz und Tischtennis.

Erzählt Saba Krezdorn von «ihrer» Jugi lodert das Feu sacré bei jedem Wort. Sie lacht: «Ich bin halt ein richtiges Jugikind. Meine Eltern habe eine Jugendherberge geleitet und das hat mich entscheidend geprägt.»

Die Betriebsleiterin weiss also, dass in der Hochsaison ein Sieben-Tage-Job selbstverständlich ist. «Aber», betont Saba Krezdorn, «wir sind zu viert und ein tolles Team.» Am 13. Oktober wird das «Schlössli Altenburg» schliessen und bis zum 17. März 2014 in einen tiefen Schlaf fallen. Was macht Saba Krezdorn in dieser Zeit? «Putzen, aufräumen und endlich – Ferien. »

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