Solarförderung

«Der Bezirk Brugg ist eine Solarbrache»: Vier-Punkte-Plan der GLP Brugg

Die GLP Bezirkspartei schlägt einen Vier-Punkte-Plan vor. (Symbolbild)

Die GLP Bezirkspartei schlägt einen Vier-Punkte-Plan vor. (Symbolbild)

Die Grünliberalen schlagen einen Vier-Punkte-Plan zur Solarförderung durch Energieversorger und Gemeinden vor. Die Partei fordert – kurz vor den Grossratswahlen – die Energieversorger und Gemeinden dazu auf, Solarenergie zu fördern und die Hürden abzubauen.

Die GLP Bezirkspartei Brugg schlägt in einem Vier-Punkte-Plan vor, wie Solarenergie durch Energieversorger und Gemeinden gefördert werden soll. «Weniger als drei Prozent des Potenzials für Solarstromerzeugung werden im Bezirk Brugg genutzt», schreiben die Grünliberalen in einer Medienmitteilung.

Laut Stromkennzeichnung 2018 der Industriellen Betriebe Brugg (IBB) betrage der Solarstromanteil in ihrem Netz mit 0,5 Prozent weniger als ein Sechstel der Schweiz (3,38 Prozent). «Energieversorger wie die IBB mit über 42 Prozent atomarem oder fossilem Strom im Portfolio sind für eine Energiezukunft gemäss Energiestrategie 2050 und Klimaschutzzielen schlecht aufgestellt», kritisiert die GLP. «Würde das vorhandene Solarpotenzial im Bezirk auf Gebäuden konsequent genutzt, könnte der Pro-Kopf-Jahresverbrauch an elektrischer Energie von ca. 7200 kWh zu zwei Dritteln mit Solarstrom erzeugt werden.»

Die Partei fordert – kurz vor den Grossratswahlen – die Energieversorger und Gemeinden dazu auf, Solarenergie zu fördern und die Hürden abzubauen. Unter Punkt eins des Vier-Punkte-Plans fordern die Grünliberalen bessere Rückspeisetarife. «Neben der Vielzahl bestehender Dachflächen gilt es, vermehrt und grossflächiger – also Schulhausanlagen, Industriedächer und Infrastrukturbauten wie Lärmschutzwände, Perrondächer etc. – zu nutzen, die für Solarenergie gut geeignet sind», schreibt die GLP. Damit sich das lohnt, seien die Rückspeisetarife für Solarstrom zu erhöhen.

Die Bewilligungsverfahren sollen vereinfacht werden

Unter Punkt zwei schlägt die GLP die Unterstützung privater Speichersysteme vor. «Mit dem Ausbau der dezentralen Energieproduktion und der gleichzeitigen Verringerung regelbarer Erzeugungskapazitäten steigt der Speicherbedarf», schreibt die GLP. «Wo dezentrale Solarstromspeicher netzdienliche Funktionen zur Verfügung stellen, sollten deren Eigentümer dafür von den Netzbetreibern entschädigt werden.»

Weiter werden die Gemeinden unter dem dritten Punkt dazu aufgefordert, ihre Bewilligungsverfahren zu vereinfachen. «Gemeinden sollten keine unverhältnismässigen Vorgaben machen und Dokumente verlangen, die für die Solarstrom-Installation irrelevant sind bzw. von anderen Institutionen ohnehin geprüft werden», finden die Grünliberalen. Bei den Elektrizitätswerken beliebt sei der Wunsch nach kostspieligem Power Management, Feuerwehrschaltern und Sperrschützen für Waschmaschinen, Wärmepumpen, usw. über Mittag – «ein Unding», so die GLP, «weil Solarstrom-Anlagen gerade dann am meisten Energie produzieren».

Unter Punkt vier verlangt die Partei Energieplanungen und Eigentümerstrategien. «Statt privaten Investoren unnötig Hürden beim Bau von Solaranlagen in den Weg zu legen, sollten sich Städte, Kommunen und Energieversorger lieber fragen, wie kommunale Zielsetzungen in verpflichtenden Energieplanungen verankert und wie umweltfreundliche Eigentümerstrategien bei eigenen Elektrizitätswerken durchgesetzt werden können. Die GLP erwähnt in 2000-Watt-Areale und Leuchtturmprojekte. Zudem seien bei der umweltfreundlichen Mobilität Ladesäulen, Wallboxen und Software für intelligentes Laden mit Solarstrom alltagsnah auf den Weg zu bringen und mit dem Bau von Solaranlagen zu kombinieren.

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