Villnachern
Der «Kastanienbaum» blüht wieder

René Omlin und Samuel Tobler wagen Neues mit Restaurant-Öffnungszeiten im «Kastanienbaum».

Michael Hunziker
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Samuel Tobler (l.) und René Omlin führen den «Kastanienbaum» gemeinsam. Hier sitzen sie in ihrem «Wy-Chäller». Dieser sei geeignet «für allerart Anlässe und Feste».

Samuel Tobler (l.) und René Omlin führen den «Kastanienbaum» gemeinsam. Hier sitzen sie in ihrem «Wy-Chäller». Dieser sei geeignet «für allerart Anlässe und Feste».

Michael Hunziker

Der «Kastanienbaum» in Villnachern steht in neuer Blüte: René Omlin und Samuel Tobler haben das Restaurant übernommen und führen es gemeinsam. «Wir haltens einfach und unkompliziert», stellen die Gastgeber fest. Gekocht werde frisch, das Angebot sei deshalb übersichtlich – «also nicht riesengross». Wert gelegt werde auf heimische Produkte und Fleisch aus der Schweiz. Das Portiönchen Raffinesse gibt es extra dazu, fügen sie mit einem Augenzwinkern an.

Ansprechen wollen sie die Bevölkerung in Villnachern, aber auch «die Menschen in der näheren oder etwas weiteren Entfernung, die gerne in einem gemütlichen Lokal gut essen und gut trinken». Täglich ist ein wechselndes Menü zu haben, als Ergänzung stets erhältlich sind der «Cheschtene-Knaller» – ein grosses, paniertes Schnitzel mit Peterlikartoffeln und Preiselbeer-Meerrettich – sowie ein Vegi-Menü und ein Chili con Carne. Etwa alle drei Wochen steht ein spezieller Anlass auf dem Programm. Das nächste Mal vom 12. bis 14. Januar 2018, dann ist noch einmal Metzgete-Zeit unter dem Motto «Schweinerei im Kastanienbaum».

René Omlin, der Besitzer der Liegenschaft an der Hauptstrasse, hat das Lokal bereits zwölf Jahre selber geführt. Danach übernahm ein Pächter für fünf Jahre. Im April lief der Vertrag aus. Omlin suchte zuerst zwar einen Nachfolger, parallel dazu entwickelte sich aber die Idee – «sozusagen am Stammtisch» –, das Restaurant mit einem neuen Konzept zusammen mit Samuel Tobler zu eröffnen. «Wir kennen einander schon etwa 20 Jahre und haben auch einige Male zusammengearbeitet», halten die beiden fest. «So hat sich das ergeben und wir haben die Idee umgesetzt.»

«Wy-Chäller» ist ein Highlight

Die beiden haben die Gastwirtschaft sanft renoviert, frisch gestrichen, mit einem neuen Boden und einer neuen Beleuchtung versehen. Das Highlight, sagen sie, ist die freie Sicht in die Küche sowie der «Wy-Chäller». Dieser ist geeignet «für allerart Anlässe und Feste», für einen Apéro genauso wie für einen Fondue- oder Pastaplausch. Verzichtet wird übrigens «absichtlich» auf Wein aus Übersee, «denn die Schweiz und Europa haben hervorragende Weinanbaugebiete mit Spitzenqualität». Das Restaurant verfügt über Platz für rund 55 Gäste, dazu kommen das «Sääli» und die lauschige Gartenterrasse mit je 32 Plätzen. Omlin und Tobler empfehlen sich ebenfalls für Familienfeste, Firmenanlässe oder Vereinsessen sowie für Catering und Partyservice.

Ihr Angebot kommt offenbar an. «Die ersten Reaktionen unserer Gäste waren sehr gut», sagen sie. «Wir durften schon einige Anlässe und Caterings durchführen und hatten Erfolg.» Sie seien zufrieden, seien auf einem sehr guten Weg, stellen sie fest, räumen im gleichen Atemzug ein, dass es «ganz klar» noch Luft nach oben gebe. Punkten könnten sie im «Kastanienbaum» mit den neu eingerichteten Räumen, mit dem heimeligen Ambiente sowie mit der Qualität von Speisen und Getränken.

Sie leisten ein Quäntchen mehr

Ein Restaurant zu führen, antworten sie auf die Frage nach den Herausforderungen und der Entwicklung, sei auf der einen Seite grundsätzlich einfach. Aber gerade deshalb sei es andererseits auch sehr schwierig, Erfolg zu haben. Man müsse ein Quäntchen mehr leisten als andere «und man muss konstant am Ball bleiben und vor allem auch Freude haben an dem, was man macht». Das sei bei ihnen der Fall, versichern sie. So wollen sie sich von der Konkurrenz abheben.

Anders als bei den Mitbewerbern seien auch die Öffnungszeiten, ergänzen Omlin und Tobler. Der «Kastanienbaum» ist geöffnet von Montag bis Donnerstag von 8.30 bis 14 Uhr sowie am Donnerstagabend von 17 bis 24 Uhr – auf Anfrage ebenfalls ausserhalb dieser Zeiten, betonen die Gastgeber. «Heutzutage muss man neue Wege gehen», führen sie aus. «Es gibt Gründe, warum immer mehr Landbeizen schliessen.»