Brugg-Lauffohr
Die Autos vor der Asylunterkunft im «Jägerstübli» müssen weg

Im Juni ziehen bis 25 Asylsuchende ins «Jägerstübli». Die Autos unmittelbar um das Restaurant müssen verschwinden. Der benachbarte Autohändler rechnet deshalb mit Umsatzeinbussen.

Claudia Meier
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Für diese Autos vor dem «Jägerstübli» muss ein neuer Standort gesucht werden.

Für diese Autos vor dem «Jägerstübli» muss ein neuer Standort gesucht werden.

Michael Hunziker

Dem ehemaligen Restaurant Jägerstübli in Brugg-Lauffohr wird bald neues Leben eingehaucht. Ab Mittwoch, 24. Juni, wird der Kanton etappenweise Asylsuchende unterbringen. Aus diesem Grund müssen bis Ende Woche die Autos unmittelbar um das «Jägerstübli» verschwinden.

Die Firma Auto Tanex GmbH, die sich mit Ankauf, Verkauf, Eintausch und Export von Fahrzeugen beschäftigt, wurde vor fünf Wochen über die bevorstehenden Änderungen informiert. «Für uns ist das sehr umständlich», sagt Carina Schär, stellvertretende Geschäftsführerin und zuständig für Büro und Administration. Für rund 20 Fahrzeuge muss die Firma nun einen neuen Standort suchen. Ausserdem rechnet das Unternehmen mit erheblichen Umsatzeinbussen, «weil wir danach von der Strasse her nicht mehr so gut sichtbar sind», so Schär weiter.

Bisher konnte die Auto Tanex GmbH die Toiletten im hinteren Teil des «Jägerstübli» benutzen. Das ist künftig nicht mehr möglich. «Nun müssen wir uns selber um Toiletten kümmern. Das ist in so kurzer Zeit nicht möglich», betont Carina Schär. Sie hält fest, dass sie vom Kanton gut über den Betrieb der neuen Asylunterkunft informiert worden sei. Bedenken wegen der neuen Nachbarn habe sie nicht.

Wie sich die Befindlichkeit im Quartier im Speziellen und in der Stadt Brugg im Allgemeinen präsentiert, wird sich möglicherweise am kommenden Montag an der Informationsveranstaltung zeigen. Dann stellen sich die Verantwortlichen den Fragen aus der Bevölkerung. In der kantonalen Asylunterkunft im «Jägerstübli» werden im Normalfall zwischen 20 und 25 Personen einquartiert. Für den Fall, dass «der Kanton Aargau in einen Unterbringungsengpass geraten würde, haben wir die Belegungszahl auf maximal 30 Personen limitiert», heisst es im Einladungsschreiben des Departements Gesundheit und Soziales für die Anwohner.

Mobiler Nachtdienst kontrolliert

Die Männer werden mehrheitlich aus Eritrea, Äthiopien und Sri Lanka stammen. Sollte es weiterhin so viele Asylgesuche wie in den vergangenen Monaten geben, dürften auch Personen aus Syrien, Afghanistan oder Somalia in der neuen Unterkunft einquartiert werden.

Der Kantonale Sozialdienst (KSD) habe bei der Betreuung von Personen dieser Nationen gute Erfahrungen gemacht und gehe davon aus, dass mit dieser Zusammensetzung ein ruhiger und geregelter Betrieb in und um die Unterkunft möglich sein wird, schreibt der Kanton. Tagsüber werden die Bewohner durch einen Mitarbeiter des KSD betreut, der für die Anwohnerschaft auch erste Ansprechperson ist. Nachts übernimmt der mobile Nachtdienst des KSD die Kontrolle und Betreuungsaufgaben.

Infoveranstaltung: Montag, 1. Juni, Aula Schulhaus Langmatt, Brugg, 18.30 Uhr.