Hallenbäder

Die Badegäste wurden buchstäblich im Regen stehen gelassen

Das Hallenbad Baden nach der letztjährigen Sanierung.

Das Hallenbad Baden nach der letztjährigen Sanierung.

So macht das keinen Spass: In der ersten Ferienwoche waren die Hallenbäder in Baden, Wettingen und Nussbaumen gleichzeitig geschlossen – zum Ärger der Badegäste.

Was tun, wenn der geplante Besuch ins Terrassenbad sprichwörtlich ins Wasser fällt? Diese Frage hat sich in Anbetracht des regnerischen Sommers wohl so manch Daheimgebliebener gestellt. «Zum Glück gibt es ja noch das Hallenbad», denkt man sich.

Doch wer in der ersten Ferienwoche in der Region Baden auf diesen Ausweichplan zurückgriff, wurde bitter enttäuscht. «Ich fuhr mit dem Kinderwagen zum Hallenbad Baden, doch das war wegen Revisionsarbeiten zu», so ein junger az-Leser. Daraufhin habe er den Bus ins Wettinger Tägi genommen, doch auch dort traf er auf verschlossene Türen. «Ich habe mich schon geärgert; wieso können die Hallenbäder sich nicht absprechen untereinander, wann sie die Revision durchführen», fragt sich der Leser. Es kam noch schlimmer: Auf Anfrage bestätigte man ihm, dass auch das Hallenbad in Nussbaumen geschlossen sei.

Betriebsleiter kennen das Problem

Gleich fünf Wochen lang – noch bis Ende Schulferien – dauert die Revision in Hallenbad Baden. «Wir sind uns bewusst, dass es Überschneidungen gibt», sagt René Saurenmann, Betriebsleiter des Badener Terrassenbads. Man versuche sich zwar unter den Bädern abzusprechen, doch ganz liessen sich die Überschneidungen nicht vermeiden. «Erstens ist es nicht ganz einfach, die Handwerker zu terminieren, die ebenfalls Ferien haben.» Und zweitens müsse die Revision in den Schulferien erfolgen, damit der Schulbetrieb nicht tangiert werde. «Kommt hinzu, dass während der Schulferien in der Regel schönes Wetter herrscht und kaum jemand bemerkt, wenn das Hallenbad zu ist», so Saurenmann.

Erst letztes Jahr wurde das Hallenbad saniert. Weshalb dauert die Revision stolze fünf Wochen? «Wir haben diesen Sommer noch die Sauna und die Garderoben saniert», erklärt Saurenmann. Letztere hätten vergangenes Jahr nicht saniert werden können, weil sie als Lagerraum während der grossen Sanierung benutzt worden seien. «Zudem haben wir auch den Eingangsbereich neu gestrichen.» Die Revision wäre eventuell auch in vier Wochen möglich gewesen. «Doch in der Erwartung auf schönes Sommerwetter haben wir etwas grosszügig terminiert.» Immerhin habe man Kunden mit einer kleinen Info-Karte über die gleichzeitige Schliessung der Bäder informiert.

Auch Thomas Weber, Betriebsleiter des Schwimmbades in Nussbaumen, weiss um die Überschneidungen: «Wir tauschen uns zwar aus, aber gänzlich vermeiden können wir diese nicht; nicht zuletzt wegen der Schulen.» Immerhin stünden bei schlechtem Wetter aber die Hallenbad-Garderoben zur Verfügung. Weber: «So können sich Freibad-Gäste wenigstens im Trockenen umziehen.»

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