Region Brugg
Die Fahrdienst-Angebote für ältere Menschen werden vereinheitlicht

Die Regionale Kommission für Altersfragen sucht in vier Bereichen einen gemeinsamen Nenner für Brugg, Windisch sowie die Gemeinden im und um das Eigenamt.

Claudia Meier
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Fahrdienst des Schweizerischen Roten Kreuzes SRK. Symbolbild

Fahrdienst des Schweizerischen Roten Kreuzes SRK. Symbolbild

zvg/SRK Ruben Ung

Die Bedürfnisse der älteren Bevölkerung im Bezirk Brugg zu kennen und die vorhandenen Angebote zu optimieren respektive neue Möglichkeiten zu prüfen, ist eine Daueraufgabe, die in den letzten Jahren etwas in den Hintergrund geraten ist. Jetzt soll wieder Schwung in die Sache kommen.

Nach über zehn Jahren führte die Regionale Kommission für Altersfragen erneut eine Befragung der Bevölkerung in Form von zwei Workshops durch. Das Einzugsgebiet der Kommission umfasst die Eigenämter Gemeinden Birr, Birrhard und Lupfig sowie Hausen, Habsburg, Mülligen und zusätzlich die Zentrumsgemeinden Brugg und Windisch.

Über 100 Personen an den Workshops

«Über 100 Personen haben sich aktiv an diesen Workshops beteiligt und ihre Anliegen und Ideen eingebracht», schreibt die Gemeindekanzlei Windisch in einer Mitteilung. Dabei sei erkannt worden, dass einige Felder wie Infrastruktur, Dienstleistungen und Koordination gut funktionieren, es aber noch Handlungsbedarf gebe bei der Hindernisfreiheit, der Mobilität, der Nachbarschaftshilfe, der Information sowie bei Wohnangeboten und bei Treffpunkten. Ein Teil der Seniorinnen und Senioren wäre auch gern bereit, Freiwilligenarbeit zu leisten.

Die Regionale Kommission für Altersfragen unter dem Vorsitz von Birrs Gemeinderätin Barbara Gloor hat die Resultate der letztjährigen Workshops eingehend geprüft und Prioritäten für die Weiterarbeit festgelegt. Vier Themenfelder wurden herausgearbeitet und werden in Form von Projekten umgesetzt: An erster Stelle steht dabei die Optimierung von Fahrdiensten. Gesucht wird ein einheitlicher Nenner für benötigte Fahrten beispielsweise zum Arzt, Coiffeur oder in die Therapie.

Coronapandemie verzögert die Umsetzung

Die Organisation einer nachhaltigen Nachbarschaftshilfe ist ein weiterer Bereich. In der Stadt Brugg wurde dazu schon vor einiger Zeit der Aufbau eines Pilotprojekts lanciert. Ausserdem sind neue Formen wie betreutes Wohnen im Alter anstelle der herkömmlichen Altersheime sowie die bessere Verfügbarkeit von vorhandenen Informationen Schwerpunkte. Aufgrund der Coronapandemie ist es bei der Umsetzung zu Verzögerungen gekommen. Um den ganzen Bezirk Brugg abzudecken, will Brugg Regio eine Arbeitsgruppe Gesundheitsregion Brugg einsetzen.

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