Bözberg

Die Hotelzimmer im Traditionslokal Vierlinden sollen verschwinden

Über dem bestehenden Restaurant Vierlinden will die Eigentümerin elf Wohnungen bauen. Das Umnutzungsgesuch liegt öffentlich auf.

Lange Zeit war die Zukunft der grossen Liegenschaft mit dem riesigen Parkplatz im Weiler Vierlinden direkt an der Hauptverkehrsachse auf dem Bözberg ungewiss. Ende 2016 kaufte der Freiämter Jürg Rensch das Traditionslokal. Sein Anliegen war von Anfang an, dass das Restaurant, inklusive Sonnenterrasse mit prächtiger Aussicht auf die Alpen, bestehen bleibt. Rensch hatte Glück und fand mit Irina Flückiger eine geeignete Pächterin, die sogar in Bözberg zu Hause ist. Seit zehn Monaten führt sie den Landgasthof mit gutbürgerlicher Küche.

Unabhängig vom Gastrobetrieb sind die Hotelzimmer derzeit an Ausländer vermietet, die meist während mehrerer Wochen oder Monaten in der Region arbeiten. Geht es nach dem Eigentümer, so sollen die Hotelzimmer in kleine Wohnungen umgebaut werden. Noch bis 12. März liegt ein entsprechendes Umnutzungsgesuch auf der Gemeindekanzlei Bözberg zur Einsichtnahme öffentlich auf.

Fluchttreppe und Dachterrasse

Entstehen sollen in den oberen Stockwerken insgesamt je vier Wohnungen mit einem und zwei Zimmern sowie drei Wohnungen mit zweieinhalb Zimmern. Von der Strasse aus gesehen werden auf der linken Seite des Restaurants Kellerabteile für Mieter eingebaut. Ebenfalls im Erdgeschoss ist der Einbau einer Waschküche sowie einer Fluchttreppe vorgesehen.

Auf der Rückseite der Liegenschaft gibts im Obergeschoss neu eine 46 Quadratmeter grosse Terrasse. Dreimal grösser wird zudem die neue Dachterrasse einen Stock höher. Ausserdem sind im zweiten Dachgeschoss eine weitere Lukarne sowie zusätzliche Dachfenster vorgesehen.

Das Traditionslokal Vierlinden in Bözberg

Projektverfasserin ist die Rebag Verwaltungs AG von Eigentümer Jürg Rensch. Die Liegenschaft befindet sich in einer speziellen Weilerzone, in der es baulich nicht sehr viel Spielraum gibt und auch der Kanton noch ein Wörtchen mitzureden hat. Auf Nachfrage der AZ sagt Rensch, dass es deshalb auch noch keinen Terminplan für die Umbauarbeiten gebe.

Mieter der neuen Wohnungen sollen nicht mehr primär ausländische Arbeiter sein. «Die Wohnungen sind für alle, die Interesse haben, egal ob Studenten oder Erwerbstätige», betont Rensch. Er ergänzt: «Bereits in diesem Jahr möchte ich die Aussenfassade, das Dach und die Fenster der Vierlinden-Liegenschaft erneuern lassen.»

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