Riniken

Die Kantonsstrasse wird jetzt mit Kameras überwacht

Zwei CVP-Frauen aus dem Dorf haben die Bevölkerung dazu aufgerufen, gefährliche Situationen auf der Kantonsstrasse zu melden. Der Kanton will nun mit Kameras Messungen durchführen und Fakten erhalten.

Sie ist unübersichtlich, eng und kurvig, die Kantonsstrasse, die durch Riniken führt. An einigen Stellen stehen alte Bauernhäuser sehr nah an der Strasse. Ein Ingenieurbüro wird im Auftrag des Kantons in den nächsten Wochen Kameraaufnahmen von der Verkehrssituation auf der Hauptstrasse machen.

Das sagt Gemeindeammann Ueli Müller auf Nachfrage dieser Zeitung.
Hintergrund: Die beiden CVP-Frauen Marta Pfister und Gemeinderätin Marianne Erne haben in der letzten Zeit Erfahrungsberichte aus der Bevölkerung zur Verkehrssituation auf der Hauptstrasse in Riniken gesammelt.

Dies, nachdem es an der Gemeindeversammlung letzten November zu verschiedenen Wortmeldungen gekommen ist und der Gemeinderat diesbezüglich bereits zuvor beim Kanton vorstellig geworden war.

«Die Hotspots sind entlang der Oberdorfstrasse im Bereich des ehemaligen Restaurants Hirschen, des Dorfsteigs und der Unterdorfstrasse speziell in der engen Kurve Richtung Remigen», sagte Marianne Erne gegenüber der AZ.

Die Frauen erhofften sich von der Sammlung der Erlebnisberichte, dass eine Verbesserung der Sicherheit auf dem Trottoir, beim Fussgängerstreifen und bei der Geschwindigkeit (Stichwort Tempo-30-Zone) erreicht wird.

«Beinahe jeder fährt auf dem Trottoir»

Inzwischen sind ein paar Meldungen eingetroffen, allerdings nicht wahnsinnig viele. Dennoch zeichnen sie ein gutes Bild der Situation. «Bei Gegenverkehr fährt beinahe jeder auf dem Trottoir, die Postautos sowieso», schreibt jemand. Und weiter: «Velos fahren verständlicherweise auf dem Trottoir, was bei der Einmündung Schulrain mit parkierten Autos auch nicht unbedingt sicher ist.»

Und offenbar wurde beim einen Haus schon mehrmals der eine Teil einer Regenrinne abgerissen. Die Vorschläge, wie das Problem behoben werden könnte, machen die Einsender auch. Da ist von Bussen für jene, die auf das Trottoir fahren, oder von Tempo 30 auf der Kantonsstrasse die Rede, aber auch von einer Kamera beim ehemaligen «Hirschen».

Analyse erfolgt noch dieses Jahr

Letzteres dürfte, vorübergehend jedenfalls, passieren. Inzwischen hat sich nämlich die Abteilung Verkehrssicherheit des Kantons bei Gemeindeammann Ueli Müller gemeldet. Die Situation soll nun genau analysiert werden.

«Am Schluss wollen wir die Entscheide aufgrund von harten Fakten treffen und nicht aufgrund von subjektiven Empfindungen», erklärt Ueli Müller. Letzte Woche sei man zusammengesessen und habe beschlossen, dass die Analyse noch dieses Jahr erfolgen soll.

Dabei sollen die verschiedenen Konfliktsituationen zwischen Fuss-, Velo- und motorisiertem Individualverkehr angeschaut werden. So werden beispielsweise Aufnahmen beim Fussgängerstreifen gemacht.

«Aufgrund der erhärteten Daten werden wir dann Vorschläge erarbeiten, wie die Situationen gelöst werden sollen», sagt Müller. «Da es sich um eine Kantonsstrasse handelt, wird der Kanton seine Interessen ebenfalls einbringen.» Die CVP-Ortspartei Riniken erachtet damit ihre Umfrage als erfolgreich abgeschlossen.

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