Brugg

Die Pop-Band Ellas bietet eine ganze Menge mehr

Die Brugger Pop-Band hat in den letzten zwei Jahren an einem Album gearbeitet – und ist dabei an sich selbst gewachsen.

Viele Konzerte hat die Brugger Band Ellas in den letzten zwei Jahren nicht gespielt. Doch untätig ist sie nicht geblieben. So einiges ist in dieser Zeit passiert: Simon Boss (Guitar, Synths, Backing Vocals) ist zur Band gestossen, neue Songs sind entstanden. Die Single «Seven Billion» dürfte bald zu hören sein. Wann genau, wollen die Ellas nicht verraten. Im Mai folgt dann die Plattentaufe des Albums «A Whole Lot More» (zu Deutsch: eine ganze Menge mehr). Feiern werden Ellas am 2. Mai im «Royal» in Baden. Zuvor soll noch eine zweite Single ausgekoppelt werden.

Vor zwei Jahren, als Simon Boss zur Band stiess, beschloss diese gleichzeitig, ein Album aufzunehmen. Leadsängerin Jorina Stamm sagt: «Für uns war klar, dass wir in dieser Zeit auf Konzerte verzichten, damit wir uns auf das Album konzentrieren können.» Das Arbeiten am Album war auch ein Arbeiten am Bandgefüge selber. «Wir mussten uns zu fünft zuerst finden», erklärt Schlagzeuger Lukas Kuprecht. Das ist Ellas gelungen. Innerhalb der Band verstehe man sich besser.

«Wir wissen jetzt, wie wir miteinander umgehen müssen», sagt Jorina Stamm und verdeutlicht: «Wir werden immer mehr zur Band.» Diese besteht aus Jorina Stamm (23, Vocals/Guitar), Sarina Schmid (24, Keys/Synths/Backing Vocals), Marius Meier (27, Bass/Backing Vocals), Lukas Kuprecht (25, Drums/Backing Vocals) sowie Simon Boss (29, Guitar/Synths/Backing Vocals).

Das Album gibt es nur auf CD und Vinyl

Als Beispiel nennt Kuprecht, dass die Band inzwischen weiss, dass Jorina ihre Lyrics lieber zu Hause schreibt als im Bandraum, wenn alle anwesend sind. «Kreativität lässt sich nicht erzwingen, darum akzeptieren wir das.» Umso schöner sei es nun, sich das Album anzuhören, «auch wenn wir jetzt schon wieder einiges anders machen würden», wie Jorina Stamm ergänzt.

Entsprechend wird es «A Whole Lot More» nur auf CD und Vinyl geben. Diese kann man an den Konzerten oder an der Plattentaufe kaufen. Lediglich die zwei Singles werden auf den gängigen Plattformen zu streamen sein.

Es sei einfacher, zwei Songs online zu pushen als ein Album, erklärt Kuprecht. Längst haben Algorithmen den Weg in die Musikbranche gefunden und bestimmen darüber, wer seinen Bekanntheitsgrad steigern kann und wer nicht.

Der scheue Blick nach Deutschland

Die vergangenen zwei Jahre liessen die Band reifen und auch professioneller werden. So setzen die Ellas auf eine externe Person, welche die Shows bucht. «So können wir uns aufs Musizieren konzentrieren», sagt Jorina Stamm. «Letztlich wollen wir einfach Musik machen.»

Eine ganze Menge mehr erhoffen sich die Ellas von der Zukunft. So strebt die Brugger Band Auftritte in Deutschland an. «Wir schauen mal, was passiert», sagt Jorina Stamm. «Wir alle wären bereit, von der Musik leben zu können.» Aber jeder Schweizer Musiker wisse, dass man das nicht erzwingen kann.

Eine ganze Menge mehr Auftritte hat die Brugger Band bereits in den kommenden Monaten, zum Beispiel am Zermatt Unplugged oder am Open Air St.Gallen. Dank flexibler Arbeitgeber und Verzicht auf freie Wochenenden sei dieses Programm gut zu bewältigen, meint Lukas Kuprecht.

Ellas mit «Strange World»

Ellas mit «Strange World»

Im Jahr 2017 veröffentlichten Ellas dieses Musikvideo.

Eine ganze Menge mehr enthält das neue Album «A Whole Lot More». «Die Songs sind ausgeklügelter», beschreibt es Jorina Stamm. «Wir haben mehr Zeit investiert und man hört, dass alle Songs auf dem Album zusammengehören.» So würden sich einzelne Elemente wiederholen, sie ziehen sich durch das Album wie ein roter Faden.

Thematisch handeln die Lieder von allem Möglichen: von der Liebe, von Ängsten oder vom Alleinsein. Aber auch davon, wie man aus diesen Situationen wieder herauskommt. Und da gibt es auch noch einen Song über ein Paar Hosen.

Verwandte Themen:

Meistgesehen

Artboard 1