FC Brugg

Die Renovation des Klubhauses war ein Kraftakt

Das Klubhaus des Brugger Fussballclubs wurde innert vier Monaten renoviert – ohne Corona wäre das nicht möglich gewesen.

Pünktlich zu seinem 25-Jahr-Jubiläum erstrahlt das Klubhaus des FC Brugg in neuem Glanz. Das Ziel der Verantwortlichen: modernisieren und mehr FC-Brugg-Feeling reinbringen. Der «History-Corner» ist der Blickfang im neu gestalteten und sanierten Clubhaus. Die riesige Fototapete mit digitalisierten Schwarz-weiss-Fotos ist oberhalb der gemütlichen Sofagruppe angebracht. Der zuvor gross aufgemalte Goalie ist verschwunden, nun zieren feiernde Brugger Fussballer aus früheren Tagen und erfolgreiche Junioren die Wand.

Der Boden ist mit dunkelgrauen Platten ausgelegt, heimelig wirken die robusten Holztische mit den Stühlen und Barhockern. Die Tische sind mit Schwarz-weiss-Fotos gestaltet.Sie zeigen die Brugger Cupsieger von den Junioren bis zu den Senioren. «Dies regt zu Diskussionen an», sagte FCB-Präsident Christian Arrigoni an der Einweihungsfeier am Samstag. Durch die Fotos werde die angestrebte Identifikation mit dem Verein und das FC-Brugg-Feeling spürbar.

Durch ein Rohr fliesst das Bier

Mit 15 Personen startete der Umbau Mitte April. Zunächst sei sämtliches Mobiliar auf den Platz gestellt und die Küche herausgerissen worden. Danach wurde der neue Boden verlegt. Wände mussten erneuert werden, Schreiner, Maler- und Elektrikerarbeiten folgten. Gemäss Bauleiter Beni Rey sei die «Industriebeleuchtung» einer Akzentbeleuchtung gewichen. Auch die Küche wurde komplett erneuert. Die Theke mit Fichtenholzplatten verkleidet. Witzig: An der Decke angebracht ist ein Rohr. «Das ist keine Lüftung, sondern die Bierleitung, die direkt zum Zapfhahn führt», erklärte Beni Rey den Gästen.

FCB-Präsident Christian Arrigoni sprach an der kleinen Einweihungsfeier im Klubhaus von einem Kraftakt. Die Renovation wurde rasant durchgeführt, denn geplant war sie nicht. Ohne Corona, so Christian Arrigoni, hätte es keinen Umbau gegeben. Während des Lockdowns fanden keine Fussballspiele, keine Trainings statt. «Wir hatten am 16. März eine Vorstandssitzung und fragten uns, was machen wir?»

Den Umbau stemmten die Klubmitglieder

Die Idee, das 25 Jahre alte Klubhaus zu renovieren, kam schnell auf den Tisch. Ein Baukomitee wurde zusammengetrommelt, ein Budget von 25000 Franken zusammengestellt. Das Geld sollte allerdings nicht aus der Vereinskasse stammen. «Unser Ziel war es, keine Firma anstellen zu müssen. Wir konnten aus dem Verein auf qualifizierte Fachleute und auf den Einsatz vieler Helferinnen und Helfer zählen», sagte Christian Arrigoni. Ihnen zu Ehren hängt nun eine Holztafel mit dem Titel «Herzlichen Dank Team Umbau» im Klubhaus. Hunderte Arbeitsstunden seien investiert worden.

Ihren Dank zeigten die Verantwortlichen mit einem Essen und einem speziellen Dessert: Zwei grosse Schwarzwäldertorten waren mit dem FC-Brugg-Emblem und dem Dankeslogo dekoriert. Nebst den allgemeinen Sponsoren generierten die Brugger Fussballer auch Sponsoring-Einnahmen aus dem Stühle- und Tischverkauf. So sind einzelne Holzstühle mit dem Namen des Besitzers oder der Besitzerin eingraviert. Bei aller Freude über das renovierte Klubhaus: Auf dem Rasen mussten die Brugger am Samstag im 3.-Liga-Derby gegen den FC Windisch eine 1:3-Niederlage hinnehmen.

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