Die World Robot Olympiad (WRO) ist ein weltweiter Wettbewerb für technikbegeisterte Jugendliche. Dieser Wettbewerb kombiniert sportlichen Nervenkitzel mit einer schulischen Herausforderung. Jugendliche designen und bauen einen Mindstorms-Roboter von Lego, programmieren ihn und starten mit ihm in einem spannenden Wettkampf gegen andere Teams. Weltweit nehmen fast 20 000 Teams an den Vorentscheiden der WRO in über 50 Ländern teil und haben so die Möglichkeit, ihre Problemlösungsfähigkeiten und ihr Technikverständnis mithilfe dieses herausfordernden Roboterwettbewerbs zu verbessern – und das alles mit einer Menge Spass.

Der Wettbewerb in der Schweiz ist Teil der Regular Kategorie. Die Teilnehmer können in den Altersklassen Elementary (8–12 Jahre), Junior (13–15 Jahre) und Senior (16–19 Jahre) teilnehmen, begleitet von einem Erwachsenen (Coach). Am 9. und 10. Juni wurden in der Schweiz zum fünften Mal Qualifikationsrunden für das Weltfinale in Thailand ausgetragen.

Das Team «Robofactory» aus Veltheim, bestehend aus Jesse Born (Veltheim), Mika Schlup (Würenlos) und Julian Von Hof (Niederrohrdorf), trat am 10. Juni zum ersten Mal in der Junior-Klasse gegen 39 gegnerische Teams an. Um 8.30 Uhr startete der Wettkampf in Aarburg. Während zweieinhalb Stunden hatten die Teams Zeit, ihren Roboter ohne Anleitung zusammenzubauen, das vorbereitete Computerprogramm zu laden und anschliessend auf einem der 12 Wettkampftische, auf dem sich das Spielfeld befindet, zu testen. Dieses Jahr lautete die Aufgabe Präzisionsackerbau, also einen Roboter zu bauen, der die Bodenqualität sammelt und so die richtigen Setzlinge auf den gelben, roten und grünen Äckern auf dem Spielfeld anbaut.

Traumlauf im ersten Durchgang

Die Überraschungsaufgabe bestand aus einem grösseren Stein und war ein Bauer, der eingesammelt und in den grünen Bereich befördert werden musste. Diese Aufgabe hätte aber lediglich 5 Punkte gebracht und wurde von keinem der Teams gelöst. Gefahren wurden vier Läufe, von denen die zwei besten gewertet wurden. Wer die meisten Punkte erzielte, gewann.

Nach dem Test der Roboter startete das Team «Robofactory» zum ersten Lauf und erreichte den Tagesbestlauf mit der Maximalpunktzahl von 180 Punkten. Der zweite und dritte Lauf ergaben allerdings je 0 Punkte. Vor dem vierten und entscheidenden Lauf lagen die Nerven blank, galt es doch, nochmals einen Traumlauf hinzulegen. Leider erkannte der Roboter eine Linie nicht und krachte in die Bande. Mit 0 Punkten im letzten Lauf war der Traum vom ersten Rang geplatzt. Das bedeutete für das Team letztlich den guten 3. Platz an der Schweizer Meisterschaft. Zusätzlich hat das Team den Design-Innovationspreis für den besten Roboter erhalten. Die ausgereifte Technik, wie der Roboter die Setzlinge auf- und ablädt, hat die Jury überzeugt. (az)