Dieser Brugger Musikzyklus ist eine ganz feine Sache

Der Schweizer Pianist Benjamin Engeli spielt in Brugg.

Der Schweizer Pianist Benjamin Engeli spielt in Brugg.

Die Kammerkonzerte in der Galerie Zimmermannhaus in Brugg zählen zu den erlesensten im Kanton Aargau. Das Programm des 20. Zyklus’ rückt Johannes Brahms ins Zentrum, wartet aber auch mit Zeitgenossen auf.

Kammermusik richtet sich nicht an ein Massenpublikum. Umso stärker ist eine Reihe zu gewichten, die sich an Liebhaber dieser Musik richtet und aus dem Brugger Kulturleben nicht mehr wegzudenken ist. Die feinsinnig abgestimmte Programmierung wird vom Publikum honoriert: Der Kammermusik-Zyklus in der Galerie Zimmermannhaus erfreut sich seit Jahren ungebrochener Beliebtheit.

Wer das Saisonprogramm 2013/14 studiert, merkt sogleich, weshalb das so ist. Bekannte Werke sind flankiert von weniger häufig interpretierten und zeitgenössischen. Der 20. Zyklus stellt Johannes Brahms ins Zentrum. Selbstverständlich gibt es Wunderbares zu hören – so etwa das elegische Klarinettenquintett‹; die Sonaten für Klavier und Violine, das Klavierquartett A-Dur oder die Klaviersonate Nr. 3 f-Moll.

Gespielt wird aber auch ein Quartett des frühreifen Juan Crisóstomo de Arriaga, der – mit 20 Jahren verstorben – sehr oft als spanischer Mozart bezeichnet wird. Werke von Haydn, Mozart, Beethoven, Schubert und Ravel bilden das Rückgrat des Brugger Zyklus, der mit Kompositionen von Darius Milhaud sowie von Schweizer Zeitgenossen wie David Philip Hefti und Martin Schlumpf weitere starke Akzente setzt.

Zeitgenossen kommen zu Wort

Als Beispiel sei das Konzert mit dem in Brugg bestens bekannten Galatea Quartett und dem Klarinettisten Matthias Müller erwähnt. Die Fünf widmen sich neben Brahms dem Schweizer Martin Schlumpf und «The Five Points».

Die Interpreten kennen dieses Werk aus dem Effeff, haben sie es doch im Februar dieses Jahres in der alten Kirche Boswil für eine neue CD aufgenommen. Die Uraufführung von David Philip Heftis «Beethoven-Resonanzen» Klavierstück Nr. 2 – es lehnt sich an das Thema des zweiten Satzes aus Beethovens 7. Sinfonie an – fand 2011 in Winterthur statt. Damals hob es der Badener Pianist Karl-Andreas Kolly aus der Taufe; 2014 wird der Pianist Benjamin Engeli (Tecchler Trio) die Komposition in Brugg spielen.

Auf diesen, vielfach mit Preisen ausgezeichneten Musiker darf das Kammermusik-Publikum genauso gespannt sein, wie auf das Mondrian Ensemble, das seit über zehn Jahren mit Erfolg konzertierende Trio Con Brio Copenhagen, das Aulos Quartett sowie den Geiger Andreas Janke und die Pianistin Yi-Chen Lin.

Weitere Informationen sind im Internet zu finden unter www.zimmermannhaus.ch

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