Brugg

Dieser Brugger sorgt dafür, dass das Stadtfest nicht aus dem Gedächtnis verschwindet

Gianni Serratore, der in Brugg aufgewachsen ist und noch immer hier lebt, wünscht sich, dass sich nach dem Stadtfest eine Festkultur entwickelt.

Gianni Serratore hofft, dass er eine Diskussion angestossen hat.

Gianni Serratore, der in Brugg aufgewachsen ist und noch immer hier lebt, wünscht sich, dass sich nach dem Stadtfest eine Festkultur entwickelt.

Gianni Serratore wünscht sich, dass sich in der Stadt Brugg eine Festkultur entwickelt – und schlägt vor, wie das gelingen könnte.

In der Brugger Altstadt ist Ruhe eingekehrt. Dass vor gut einem Monat hier an zwei Wochenenden gefeiert wurde, kann man nicht einmal mehr erahnen. Dafür, dass das Stadtfest nicht aus dem Gedächtnis verschwindet, sorgt Gianni Serratore. Der Brugger ist aktiv auf Facebook, unter anderem in der Gruppe «Du bisch vo Brugg wenn...» Dort bekam er kürzlich mit einem Post einiges an Aufmerksamkeit.

Kurz nach dem Stadtfest schrieb er: «Einmal im Jahr ein Altstadt-Fest, nur Samstag und Sonntag. Die lokalen Restaurants hätten Vorrang. Dazu braucht es nur eine Konzertbühne. Andere Städte haben kleine Feste fix im Jahresprogramm. Das sollte doch machbar sein, oder? Das wäre cool.» Die Reaktionen liessen nicht lange auf sich warten. Mit seinem Vorschlag erntete Gianni Serratore auf Facebook viel Lob und Zustimmung: «So lässt sich die Altstadt beleben», findet einer. Eine andere schreibt: «Wie in Aarau ein ‹Musig i de Altstadt›.»

Das Hofstatt-Festival mit einer Food-Strasse ergänzen

Dass Gianni Serratore kurz nach dem Stadtfest diesen Beitrag postete, kommt nicht von ungefähr. Er will, dass die Euphorie nach dem Stadtfest die «richtigen Leute dazu verleitet, ein regelmässig stattfindendes Fest zu organisieren».

«Wir sollten jetzt auf dieser positiven Stadtfest-Welle surfen», findet er. So könnte er sich vorstellen, dass das alle zwei Jahre stattfindende Hofstatt-Festival mit einer Food- und Getränke-Meile in der Hauptstrasse ergänzt wird. «Der Zugang zu den Ess- und Getränkeständen sollte gratis sein, von mir aus kann man dann Eintritt verlangen für die Konzerte», schlägt Serratore vor. «Das Hofstatt-Festival zu einem kleinen Altstadt-Fest ausbauen, wäre doch ein guter Kompromiss.» Hanspeter Stamm, Organisator des Hofstatt-Festivals, schrieb darauf: «Restaurants sind herzlich willkommen.»

Luca Hänni tanzt am Brugger Stadtfest zu «She Got Me»

Luca Hänni tanzt am Brugger Stadtfest zu «She Got Me»

Ein Ausschnitt aus Hännis Auftritt am Stadtfest Brugg.

Im Bezirkshauptort soll ein solches Fest möglich sein

Serratore, der in Brugg aufgewachsen ist und mit seiner Familie hier lebt, findet, dass es möglich sein muss, in einem Bezirkshauptort ein regelmässig stattfindendes Fest etablieren zu können. «Nicht nur alle sechs Jahre ein Stadtfest», sagt er. «Selbstverständlich könnte man dieses kleine Fest zugunsten des Stadtfests ausfallen lassen.» Er findet auch, dass den Bewohnern der Altstadt nicht zu viel Party zugemutet werden kann. Darum sein Vorschlag, das Altstadt-Fest nur während zweier Tage stattfinden zu lassen. «Ein solches Fest würde Brugg in einem positiveren Licht erscheinen lassen. Es ist Zeit, dass der Prophet aus dem Städtchen ausbricht.»

Serratore würde sich auch als Helfer zur Verfügung stellen. Nur das Organisieren eines Altstadt-Fests traut er sich nicht zu. «Ich schaffe es nicht einmal, ein Klassentreffen zu organisieren», scherzt er. Mit seinem Diskussionsanstoss hofft er, dass Gespräche geführt werden und die Idee weiterverfolgt wird.

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