Brugg/Umiken

Direkte Fuss- und Veloverbindung: Das Projekt Aaresteg taucht wieder auf

Geplant ist der Steg im Bereich der Wehranlage.

Geplant ist der Steg im Bereich der Wehranlage.

Der Stadtrat nimmt nun einen neuen Anlauf: Die direkte Fuss- und Veloverbindung zwischen Brugg und Umiken wird ein Thema im Einwohnerrat.

Das Projekt ist immer wieder auf die politische Agenda gespült – und in den Fluten der Aare versenkt worden: die direkte Verbindung für Fussgänger und Velofahrer zwischen dem Brugger Altenburg-Quartier und dem Ortsteil Umiken. Bis heute muss ein Umweg in Kauf genommen werden.

Der Stadtrat nimmt nun einen neuen Anlauf und will ein fundiertes Anfragegesuch an den Kanton erarbeiten lassen. Der Einwohnerrat entscheidet an seiner Sitzung am 4. September über den Planungskredit von 58'287 Franken.

Gemäss Stadtrat sind gesamtheitliche Abklärungen in raumplanerischer, natur- und landschaftlicher Sicht sowie in rechtlichen Belangen nötig. Der geplante Steg im Umikerschachen liege in einem sensiblen Gebiet mit verschiedenen Ansprüchen und Interessen. Er müsse im Einklang mit dem vom Kanton geplanten Auenschutzpark Wildegg-Brugg realisiert werden.

1969 schickte Umiken das Vorhaben bachab

Rückblick: Schon 1969 lag eine Offerte über 210'000 Franken für den Bau eines Stegs über die Aare vor. Die Gemeindeversammlung in Umiken schickte das Vorhaben aber bachab. 2013 lud der frühere FDP-Einwohnerrat Alois Wyss mit seinem Postulat den Stadtrat ein, eine direkte Verbindung zu prüfen. Eine solche könnte über die bestehende Wehranlage vermutlich mit relativ geringem Aufwand erstellt werden, zeigte er sich überzeugt.

Im Kommunalen Gesamtplan Verkehr, der 2017 vom Kanton genehmigt wurde, ist der Bau eines Stegs im Bereich der «Schacheinsle» vorgesehen mit dem Ziel, die Netzlücke zu schliessen, eine attraktive Verbindung zu schaffen sowie den Fuss- und Veloverkehr zu fördern.

Der Nutzen eines Stegs ist gemäss Stadtrat auch in einem grösseren Kontext zu betrachten. Denn zwischen Schinznach-Dorf, Villnachern und Brugg besteht aktuell nur die kantonale Radroute entlang der Hauptstrasse. Gespräche mit der Gemeinde Villnachern hätten ergeben, dass eine sicherere Verbindung entlang dem linken Aareufer mit einer direkten Anbindung an die Stadt Brugg über einen durchgehenden Steg im Umikerschachen begrüsst werde.

Bis Sommer 2021 soll das Gesuch eingereicht sein

Diesen Mai sind erste Koordinationsgespräche mit den kantonalen Stellen und der Eigen­tümerin des Dachwehrs, dem Energiekonzern Axpo, geführt worden.

Bis Sommer 2021 soll das Anfragegesuch an den Kanton ausgearbeitet und eingereicht werden. Eine Stellungnahme des Kantons erwartet der Stadtrat in der zweiten Jahreshälfte 2021. «Die Stellungnahme wird für die Weiterbearbeitung wegweisend sein», so die Behörde. «Im besten Fall kann ein konkretes Bauprojekt ausgearbeitet und ein Baugesuch eingereicht werden.»

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Autor

Michael Hunziker

Michael Hunziker

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