Vorbereitet auf Katastrophen und Notlagen: Die Zivilschutzanlage Stäblistrasse in Brugg soll erneuert werden. Der Einwohnerrat entscheidet über einen Kredit von 1,36 Mio. Franken.
Erstellt wurde die Zivilschutzanlage (ZSA) an der Stäblistrasse in der zweiten Hälfte der Siebzigerjahre sowohl für den Einsatz im Kriegsfall als auch in Friedenszeiten. Seit der Fusion der Bevölkerungsschutzregion Brugg im Jahr 2014 wird die Anlage genutzt vom Regionalen Führungsorgan Brugg Region (RFO) als ziviler Führungsstandort. Der ZSO Brugg Region dient die Anlage derzeit nur noch als Bereitstellungsanlage. Aus Platzgründen musste die ZSO ihren eigenen, aktiven Kommandoposten provisorisch nach Lupfig verlegen.

«Diverse Installationen der Anlage sind veraltet oder entsprechen nicht mehr den gültigen Vorgaben von Bund und Kanton», hält der Stadtrat in der Botschaft an den Einwohnerrat fest. In Zusammenarbeit mit Bund und Kanton wurde der notwendige Erneuerungsbedarf erhoben und ein Sanierungsprojekt erarbeitet.

Die Fläche reicht aus

Gleichzeitig soll auch wieder ein Führungsstandort für die ZSO eingerichtet werden. Laut Stadtrat ist die vorhandene Bruttogesamtfläche für den künftigen Betrieb eines gemeinsamen Führungsstandorts von ZSO und RFO genügend. Denn durch die Regionalisierung habe sich der Bestand an Zivilschutzangehörigen reduziert. «Die benötigte Fläche für die zusätzlichen Führungsräume kann mit dem Aufheben von zwei Liegeräumen und der Umnutzung eines nicht mehr benötigten Materialanlageteils kompensiert werden», führt die Behörde aus und ergänzt: «Die Zusammenlegung der Führungsstandorte von ZSO und RFO vereinfacht die Zusammenarbeit zwischen den beiden Organisationen im Einsatz und hat in Zukunft auch finanzielle Einsparungen in den Bereichen Betrieb und Unterhalt sowie für die Ver- und Entsorgung zur Folge.»

Vorgesehen ist, alle technischen Anlagen in den Bereichen Elektroinstallationen und Beleuchtung, Heizungs-, Lüftungs- und Klimainstallationen, sanitäre Installationen, Telematik und Kücheneinbauten zu erneuern.

Bis Ende 2019 abgeschlossen

Verläuft alles reibungslos, können ab März 2019 die definitiven Submissionen und die Detailplanung erfolgen. Die Sanierungsarbeiten sollen im Juni 2019 beginnen und Ende Jahr abgeschlossen sein. Eine besondere Herausforderung besteht gemäss Stadtrat durch die Lage der Anlage auf der Parzelle der Schönegg Brugg AG. Denn die Erneuerung soll nahezu gleichzeitig realisiert werden mit dem Bau der neuen Seniorenwohnungen. Die beiden Bauherrschaften müssten daher die Vorhaben gut koordinieren und aufeinander abstimmen, so der Stadtrat.

Das Projekt wird gemäss Gemeindevertrag über den regionalen Bevölkerungsschutz und den Zivilschutz Brugg Region durch die Stadt Brugg vorfinanziert. Der Bruttokredit beläuft sich auf 1,36 Mio. Franken. Die Finanzierung erfolgt fast vollständig durch den Bund und über Ersatzbeiträge, stellt der Stadtrat fest. Er ist überzeugt, dass die richtige Strategie verfolgt und die Zivilschutzanlage Stäblistrasse nachhaltig für viele Jahre ertüchtigt wird. Die Sanierung sei unabdingbar, der gemeinsame Kommandoposten sowie die zusätzlichen Investitionen seien sinnvoll. «Sämtliche Vertragsgemeinden der Regionalen Bevölkerungsschutzorganisation Brugg Region unterstützen dieses Projekt.»