Riniken
Dreitage-Orientierungslauf: Ein Sport für Hirn und Beine

Der Familientag im Rahmen des Aargauer Dreitage-Orientierungslaufes in Riniken war gut besucht, die Angebote wurden rege genutzt.

Irene Hung-König
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Mit dem Finger-Badge starten die Erwachsenen und die Kinder zum Parcours. Bild: Irene Hung-König

Mit dem Finger-Badge starten die Erwachsenen und die Kinder zum Parcours. Bild: Irene Hung-König

Irene Hung-König

Die Wiese gegenüber dem Schulgelände ist kurzerhand zum Zeltplatz umfunktioniert worden. Auf dem roten Turnhallenplatz sind verschiedene Camper parkiert. Schliesslich nehmen nicht nur Einheimische am Dreitage-Orientierungslauf teil, sondern auch Leute aus 12 verschiedenen Nationen.

Daneben testen Kinder im Labyrinth ihren Orientierungssinn und versuchen mit der Karte in der Hand, möglichst schnell die Posten in der richtigen Reihenfolge zu finden. Quittiert wird der gefundene Posten mittels Finger-Badge. Zwei Mädchen haben ihren Lauf im Labyrinth absolviert und fragen die Betreuerin am Stand, was nun zu tun sei: «Ihr könnt jetzt euren Badge auslesen lassen, und dann seht ihr, wie viel Zeit ihr dafür gebraucht habt», lautet die Antwort. Gleichzeitig zeigt die Betreuerin in Richtung Schulhausplatz, wo sich nebst der Festwirtschaft auch die Anmeldestation befindet.

Umfrage: Was ist das Faszinierende am Orientierungslauf?:

Oliver Meyer, 13, Niederlenz «Zum einen muss man eine gute Waden-Bein-Muskulatur haben, um gut zu rennen. Zum anderen muss man sich gleichzeitig orientieren können. Ich bin seit vier Jahren Orientierungsläufer und es macht einfach Spass.»
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Othmar Zemp, 61, Sursee «Man ist draussen, kann im Wald laufen und man muss den Kopf brauchen. Es kommt auch darauf an, wo man den Orientierungslauf absolviert. Im Aargau OL zu machen ist natürlich ein Unterschied zu den Bergen.»
Katrin Kruysse, 50, Unterentfelden «Jeder Lauf bietet eine neue Herausforderung, je nachdem, wo man startet. Zudem können alle die Kategorien auswählen, die ihnen entsprechen. So gibt es auch eine Familien-Kategorie.»
Mirka Pfister, 47, Winterthur «Es ist die Kombination zwischen rennen und Karten lesen. Ausserdem gibt es verschiedenartige Gelände, wo man die Posten finden muss. Das Spezielle am Dreitage-OL ist, dass es ein familiärer und gemütlicher Anlass ist, und wie immer ist er top organisiert.»
Peter Wehrli, 71, Oberentfelden «Das ist ein Sport für Hirn und Beine und selbstverständlich ein Natursport. Es gibt verschiedene Geländetypen wie im Jura oder alpin, das ist jedes Mal eine neue Herausforderung. Ausserdem ist es ein Sport für die ganze Familie.»
Peter Kottmann, 59, Cham «Es ist die Kombination aus Denk- und Laufsport. Ausserdem ist man draussen in der Natur, um den Sport auszuüben. Ich bin vor sieben Jahren durch meinen Sohn zum Orientierungslaufen gekommen.»

Oliver Meyer, 13, Niederlenz «Zum einen muss man eine gute Waden-Bein-Muskulatur haben, um gut zu rennen. Zum anderen muss man sich gleichzeitig orientieren können. Ich bin seit vier Jahren Orientierungsläufer und es macht einfach Spass.»

Irene Hung-König

«Den Orientierungslauf zu den Leuten bringen»

Im Rahmen des Aargauer Dreitage-OL, von der OL-Gruppe Cordoba Baden-Brugg-Zurzach organisiert, fand der «Family-O-Day» des Aargauer OL-Verbandes grossen Anklang. Familien mit Kindern, auch solche im Kinderwagen, nutzten die Gelegenheit, um das Orientierungslaufen näher kennen zu lernen. Nebst dem Labyrinth konnten vor allem jüngere Kinder den Stempel-Sprint absolvieren oder nach einem Slalom-Lauf beschriftete Würfel in den Einkaufskorb legen.

Der Postenlauf durchs Dorf fand mittels «Swiss-O-Finder»-App statt: Dazu brauchte es bloss Handy und Karte. «Das Gute daran ist, dass man diesen Lauf auch ohne Anlass machen kann», erklärte AOLV-Präsident Christoph Wildhaber. «Wir wollen den Orientierungslauf zu den Leuten bringen», erklärte er die Idee hinter dem «Familiy O day». Gerade für Leute, die nicht OL-affin seien, sei dieser Tag gedacht.

Während sich die einen erst auf den Weg zum Start-Parcours im Wald machten, liefen andere bereits im Ziel auf dem Schulhausgelände ein. Darunter auch die mehrfache Weltmeisterin im Orientierungslaufen, Simone Niggli-Luder. Auch Nationalrätin Ruth Humbel, die frühere OL-Spitzenläuferin, absolvierte den Parcours. Ausser Atem und verschwitzt liefen die Breitensportler im Ziel ein. Für den Grossteil der Teilnehmerinnen und Teilnehmer ist es faszinierend, sich in der Natur zu bewegen und dabei gleichzeitig Beine und Kopf zu brauchen.