Windisch

Ein Abschied in C-Dur: Musikschule sagt Adieu zur Leiterin Ursula Weber

Acht Trompeterinnen und Trompeter eröffneten das Konzert der Musikschule Windisch. Samuel Frey

Acht Trompeterinnen und Trompeter eröffneten das Konzert der Musikschule Windisch. Samuel Frey

Am klassischen Konzert der Musikschule Windisch in der Aula des Schulhauses Chapf wurde Leiterin Ursula Weber verabschiedet.

Acht Musikschülerinnen und -schüler stehen mit ihren Trompeten in den Händen auf der Bühne. Bevor sie loslegen können, begrüsst Ursula Weber die zahlreich erschienenen Gäste zum letzten Mal als Leiterin der Musikschule Windisch zum alljährlich stattfindenden klassischen Konzert in der Aula des Schulhauses Chapf. Nach ein paar Worten der Leiterin beginnen die jungen Musizierenden das Konzert mit dem Stück «La Mourisque» aus dem 16. Jahrhundert.

Anna zeigt mit dem Stück «Méditation», was sie auf der Violine kann

Anna zeigt mit dem Stück «Méditation», was sie auf der Violine kann

Insgesamt 25 Musikschülerinnen und Musikschüler haben sich entschieden, am klassischen Konzert der Musikschule Windisch ihr Können zu zeigen. Zusammen mit ihren Lehrpersonen haben sie passende Lieder ausgewählt und beschlossen, ob sie alleine oder als Gruppe auf der Bühne stehen werden.

Sechs Hände und ein Klavier

Rayan, Maria, Timofey, Patrick, Philip, Joël, Fabian und Hannes an der Trompete belassen es nicht nur bei einem Stück: Sie spielen auch noch «La Réjouissance» und «Andante» von Joseph Haydn unter der Leitung von Klemens Rehmann und Markus Fankhauser. Nach den Bläsern schlägt Katharina auf der Geige zusammen mit ihrem Grossvater am Klavier sanftere Töne an. Mateo, Lisa und Xenia spielen auf der Violine einen «Kanon in D-Dur» von Johann Pachelbel zusammen mit ihrer Lehrerin Salome Zimmermann. Patrick Bisang begleitet sie am Klavier.

David begeistert die Gäste mit seinem Cello, auf dem er eine Sonate von Vivaldi spielt. Er wird von Gabi Schmidt unterrichtet und am Klavier begleitet. Anaïs bleibt danach bei den Klassikern der Klassik und spielt eine Auswahl aus sechs «Ecossaises» von Beethoven auf dem Klavier. Valentin, der wie Anaïs von Sabino Guanci unterrichtet wird, unterhält die Gäste mit dem romantischen Stück «L’orage». Yvonne Dervos hat Lorenzo, David und Natalie beigebracht, Klavier zu spielen und die drei zeigen zusammen an einem Instrument, was sie gelernt haben.

Céline spielt auf der Querflöte «Sonate in C-Dur». Anna zeigt mit dem Stück «Méditation», was sie auf der Violine kann und zuletzt spielen Hanna, am Cello, und Anouk, an der Klarinette, zusammen ein Duett. Marc Urech, ein Klarinettenlehrer, erklärt, wie es zu diesem Duett kam: «Die beiden spielen in einem Orchester zusammen, aber da sitzen sie soweit auseinander und darum haben sie diese Chance gepackt, einmal nebeneinanderzusitzen.»

Ursula Weber gibt nach vier Jahren am 31. Januar die Leitung der Musikschule an Sylvia Gmür weiter. Nach dem Konzert bedankt sich Janina Zünd, die Präsidentin der Musikschulkommission Windisch, für das Engagement der abtretenden Leiterin. Sie tut das aber nicht in einer gewöhnlichen Rede, sondern mit C-Dur: «C steht für Chanson und damit für das 40-Jahre-Jubiläum der Musikschule, das Ursula Weber als erste grosse Aufgabe gleich zu Beginn zu bewältigen hatte», erklärt Gmür. Sie bedankt sich mit jedem Ton der Oktave für einen Teil der Arbeit, die Weber in den letzten vier Jahren geleistet hat. G steht für die vielen Gespräche oder H für das eingesetzte Herzblut. Schliesslich kommt Gmür wieder bei C an: «Dieses C steht für Change und damit für die neue Leiterin Sylvia Gmür, die sich seit dem 15. Januar einarbeitet.»

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