Brugg

Ein Bewegungstalent mit Köpfchen will Elite-Model werden

Heute ist für die 15-jährige Manuela Frey ein wichtiger Tag. Die Kantonsschülerin aus Brugg wird als eine von zwölf Finalistinnen des «Elite Model Look Suisse» über den Laufsteg in der Zürcher Maag EventHall gehen.

Die Bernerin Julia Saner, ein Vorbild der bald 16-Jährigen Manuela Frey, gewann nach ihrem Sieg des «Elite Model Look Suisse» im Jahr 2009 in China auch das Weltfinale dieses namhaften Wettbewerbs. Damit auch bei ihr der Traum von einer Modelkarriere in Erfüllung geht, ist die Brugger Kantonsschülerin bereit, sehr viel zu geben – aber nicht alles.

«Ich schaue immer ‹Germany’s Next Topmodel›. Heidi Klum ist eine tolle, aber auch toughe Frau. Ich möchte mich allerdings als Mensch im Fernsehen nicht so entblössen, wie es dort nötig ist, und auch nicht über Nacht berühmt werden, sondern lieber langsam in diese Model- und Glamourwelt hineinwachsen», erklärt Manuela.

Diese gesunde Einstellung ist ihr nicht von einer PR-Beraterin eingesagt worden, sondern es wird ihr von ihren Eltern vorgelebt. Vater René Frey hat es vorgezogen, die familieneigene Transportfirma zu redimensionieren, um auf dem hart umkämpften Markt bestehen zu können, statt risikoreich zu expandieren, und Mutter Beatrice hatte ihre Tochter 2011 überzeugt, besser erst ein Jahr später am Elite Model Look teilzunehmen, wenn sie ihre Bezirksschulabschlussprüfung schon hinter sich hat.

An die Kanti mit Note 5

Das Warten hat sich gelohnt. Manuela war motiviert, so fleissig zu lernen, dass sie den Sprung an die Kantonsschule Baden mit der Durchschnittsnote 5 schaffte. Jetzt hat sie mehr Zeit, die sie ohne schlechtes Gewissen ins Modeln investieren kann. Im Frühling gehörte sie zu den zwölf der 850 Bewerberinnen, die sich bei den zwei öffentlichen Elite- Model-Look-Castings im Jelmoli fürs Finale qualifizierte. Zuvor war Manuela erst in Ledergerber und Fashion Fish live bei Modeschauen – als Zuschauerin. Von der Lauftrainerin bekam sie vor dem Recall nochmals gezeigt, worauf es ankommt und, was sie von «Germany’s Next Topmodel» schon wusste: natürliche Ausstrahlung, elastischer Gang, gerader Rücken, Arme fallen lassen. Der Aargauerin fällt das vielleicht etwas leichter, da sie schon als Kind in den «Stögelis» ihres Grossmamis üben durfte und mehrere Jahre in der Rhythmischen Sportgymnastik den Gang auf den Zehenspitzen trainiert hat.

Mit einer Grösse von 1,81 Metern, den Massen 86-63-89 und den Schwerpunktfächern Englisch, Französisch und Italienisch bringt Manuela auch in anderer Hinsicht ideale Voraussetzungen für eine Karriere in der Modewelt mit. Ursula Knecht, Chefin der Agentur Option und Organisatorin des Wettbewerbs, hat ihr bereits einige Aufträge vermittelt. «Sie kümmert sich wie ein zweites Mami um ihre Models, ist aber auch ziemlich streng, doch das finde ich gut», meint Manuela, die den Ehrgeiz mitbringt, ihre Mentorin nicht zu enttäuschen. So wurde sie durch be-wusstere Ernährung und rigide Fastfood-Abstinenz fünf Kilo los, verzichtete auf ihre blonden Mèches und nach der Street Parade aufs Nachtleben, da sie am Sonntag ein Probeshooting hatte.

Bruder Lukas drückt die Daumen

Falls es Manuela Frey trotz ihrer professionellen Einstellung nicht gelingen sollte, den Lebensunterhalt als Model zu verdienen, möchte sie Primarlehrerin werden. Neben den Eltern drückt ihr jedoch speziell Bru-der Lukas die Daumen, dass sie beim Elite Model Look weit vorne landen wird. Der 14-Jährige ist mächtig stolz auf seine attraktive Schwester.

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