Windisch
Eine weitere Etappe auf der Reise zum Reisezentrum

Der Gestaltungsplan «Im Winkel» setzt den Rahmen für das neue Eurobus-Reisezentrum in Windisch. Kernstück dieses Gebäudes wird eine Einstellhalle mit Achsen für 24 Reisebusse sein.

Louis Probst
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So wird nach den Vorstellungen von Bauherrschaft und Planern das Eurobus-Reisezentrum aussehen. visualisierung Diener+Diener, basel

So wird nach den Vorstellungen von Bauherrschaft und Planern das Eurobus-Reisezentrum aussehen. visualisierung Diener+Diener, basel

«Wir wollen weiter wachsen, und das in Windisch, aber wir haben dazu keinen Platz», erklärte Heinz Knecht, Mitglied des Verwaltungsrates der Knecht-Gruppe, an einer öffentlichen Informationsveranstaltung zum Gestaltungsplan für das Gebiet Im Winkel in Windisch. Mit diesem Gestaltungsplan, der sich inzwischen im Stadium der Mitwirkung befindet, werden die planerischen Voraussetzungen für die Realisierung eines Reisezentrums für den zur Knecht-Gruppe gehörenden Bereich Eurobus – und damit für das angestrebte Wachstum – geschaffen.

Ein Mehrzweckgebäude

Das Reisezentrum, für das durch das Büro Diener+Diener Architekten (Basel) ein Vorprojekt ausgearbeitet worden ist, kommt in den Winkel von Kestenberg-, Schwimmbad- und Schützenhausstrasse zu stehen. «Es wird», so Andreas Meier, Geschäftsführer der Eurobus-Gruppe, «ein Mehrzweckgebäude sein.»

Kernstück dieses Gebäudes wird eine Einstellhalle mit Achsen für 24 Reisebusse sein. Eine Kopfbaute wird das eigentliche Reisezentrum mit einer Cafeteria – allenfalls einem Restaurant, wie Andreas Meier sagte – sowie einen Raum für Schulungen und Vorträge aufnehmen. In zwei Obergeschossen sind Büros für rund 160 Arbeitsplätze geplant. Das Untergeschoss wird eine Einstellhalle für rund 80 Personenwagen aufnehmen.

Die Carreisenden werden aus dem Reisezentrum durch eine Glastüre direkt in die Einstellhalle gelangen und geschützt vor den Witterungseinflüssen in die Busse einsteigen können. «In Windisch steigen heute jährlich rund 15000 Personen in ein Fahrzeug der Eurobus-Gruppe», sagt Andreas Meier, «Windisch ist zwar nicht der grösste, aber ein sehr beliebter Einsteigeort.» Die Busse gelangen über den Kreisel und über die Schwimmbadstrasse in die Einstellhalle und verlassen sie wieder auf die Schwimmbadstrasse. «Eine bessere Anbindung dürfte es wohl kaum geben», stellte Andreas Meier fest. Zur Gewährleistung der Sicherheit wird die Tempo-30-Zone auf den Bereich des Reisezentrums ausgeweitet. Auf der Schwimmbad- und auf dem Südast der Kestenbergstrasse wird zudem einseitig ein Gehweg erstellt.

Randbedingung Starkstromleitung

Der Perimeter des Gestaltungsplans «Im Winkel» umfasst lediglich einen Teilbereich der in die neue Zone «Reisezentrum» eingezonten 2,5 Hektaren. «Bei der Erarbeitung des Planes waren einige spezielle Randbedingungen zu berücksichtigen», sagte Walter Tschudin vom Büro Tschudin und Urech AG (Brugg), das für den Plan verantwortlich zeichnet.

Zu diesen Randbedingungen gehört – neben dem Schutz der römischen Wasserleitung – die Beachtung der Starkstromleitung, die quer durch die Reisezentrum-Zone verläuft. «Das bedeutet», so Walter Tschudin, «dass auf dem Areal nicht überall gebaut werden kann.» Diese Freihalteflächen im Bereich der Stromleitung werden daher für die Abstellplätze für die Privatautos der Reisegäste und als interne Verkehrsflächen genutzt. Wegen der Vorschriften über die Abstände zu Starkstromleitungen werden sich zudem beim Reisezentrum-Gebäude die Obergeschosse nicht über die ganze Breite des Unterbaues erstrecken.

«Wir fühlen uns in Windisch wohl»

«Der Bus ist ein ökologisch sehr sinnvolles Personentransportmittel», betonte Andreas Meier. «Auf dieses Transportmittel wollen wir weiterhin setzen. Wir fühlen uns in Windisch sehr wohl und hoffen, mit dem Neubau – auf den wir sehnlich warten – ein Zeichen zu setzen. Wir sind auch guten Mutes, dass unser Projekt realisiert werden kann.»

An der Gemeindebehörde dürfte es nicht liegen. «Die Gemeinde ist daran interessiert, dass mit dem Reisezentrum etwas entsteht, das Arbeitsplätze bietet und dass sich ein bedeutendes Unternehmen weiter entwickeln kann», betonte jedenfalls Gemeindeammann Scheiwiler.

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