Brugg

Einer der grössten Vereine der Stadt feiert den 10. Geburtstag

Drei Gründungsmitglieder (v. l.): Ernst Berger, Christine Wehrli, René Kunz.

Drei Gründungsmitglieder (v. l.): Ernst Berger, Christine Wehrli, René Kunz.

2009 wurde der Seniorenrat Brugg gegründet. Inzwischen hat der Verein über 500 Mitglieder und kümmert sich um die Bedürfnisse der älteren Generation.

Als die Stadt Brugg ein Altersleitbild erstellte, wurde in der Folge der Seniorenrat gegründet. Gestern konnten die Mitglieder, darunter auch drei Gründungsmitglieder, den 10. Geburtstag des Vereins im Kulturhaus Odeon feiern.

Humorvoll und mit Anekdoten gespickt, erläuterte René Kunz, Gründungsmitglied und erster Präsident des Vereins, wie es am 6. Januar 2009 zu- und herging. Zehn Personen gründeten damals in der Villa Keller-Keller den Seniorenrat. Dieser ist eine Erfolgsgeschichte. Mittlerweile hat er über 500 Mitglieder und ist damit einer der grössten Vereine der Stadt. «In Zukunft dürfte der Verein keine Mühe haben, Mitglieder zu finden», meinte Stadtrat Jürg Baur in seinem Grusswort der Behörde. «In der Stadt Brugg leben zurzeit gut 2200 Menschen, die 65-jährig oder älter sind. 2035 dürften es über 4100 sein.»

«Ein gutes Beziehungsnetz ist im Alter wichtig»

In seiner Rede frage er in die Runde, ab wann man denn eigentlich alt ist. Bei der Entdeckung des ersten grauen Haars? Beim Kauf der ersten Lesebrille? Wenn die Kinder zu Hause ausziehen? Baur meinte auch, dass die Menschen nie so unterschiedlich seien wie im Alter. «Die einen rennen mit 80 Jahren am New-York-Marathon mit, die anderen sind mit Demenz im Pflegeheim.» Er ermunterte die Senioren, die sozialen Kontakte, die der Verein bietet, zu pflegen.

Tatsächlich sind die sozialen Kontakte auch für den heutigen Präsidenten, Roland Leupi, ein wichtiges Thema. «Ein gutes Beziehungsnetz ist im Alter wichtig, zumal sich die Gesellschaft derart gewandelt hat, dass nicht mehr alle Generationen unter einem Dach leben. Man ist mehr alleine.» Ein grosses Thema sei für die ältere Generation auch die Digitalisierung. Hier will der Verein Unterstützung bieten und Hemmschwellen abbauen.

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