Brugg/Windisch

Einwohnerräte fordern bessere Verbindungen: Ob über oder unter den Bahngleisen, Hauptsache attraktiv

Die Platzverhältnisse in der heutigen Unterführung, dem sogenannten Mausloch, sind eng.

Die Platzverhältnisse in der heutigen Unterführung, dem sogenannten Mausloch, sind eng.

Einwohnerräte von rechts und links setzen sich ein für bessere Verbindung für Fussgänger und Velofahrer zwischen Brugg und Windisch. Ob über oder unter den Bahngleisen: Attraktiv soll das Ganze vor allem werden.

Eine Überbauung oder Überquerung von Teilen der Bahngleise muss jetzt geprüft werden, ist der Brugger FDP-Einwohnerrat Titus Meier überzeugt und reicht beim Stadtrat ein Postulat ein. Die Vorteile liegen für Meier auf der Hand: Im Zentrum könnte attraktiver Wohnraum für Steuerzahler und Geschäftsraum für Arbeitsplätze geschaffen werden.

Eine genügend breit ausgestaltete Überführung mit Zugang zu den Perrons – an Stelle der derzeit ungeliebten und engen Unterführung, dem sogenannten Mausloch – könnte laut Meier mehrere Ziele verfolgen. Sie könnte sowohl den Fussgänger- als auch den Fahrradverkehr aufnehmen, Hand bieten zu einer Entflechtung oder zum Verweilen einladen, zum Beispiel mit einem Gelateria-Stand.

Damit sei es möglich, ist sich der FDP-Einwohnerrat sicher, zu einer besseren Verbindung zwischen Fachhochschul-Campus und Neumarkt beizutragen. Während des Baus der Überführung fügt er an, bliebe die Unterführung weiter in Betrieb.

Hochwertige Siedlungsentwicklung umsetzen

In der Begründung in seinem Postulat weist Meier auf das Projekt «Stadtraum Bahnhof Brugg Windisch» hin. Die Absicht ist es unter anderem, wurde Anfang Jahr bekannt, einen attraktiven Zentrumsraum zu schaffen und eine hochwertige Siedlungsentwicklung umzusetzen. Involviert sind beim Prozess die Stadt Brugg, die Gemeinde Windisch, der Kanton Aargau, die SBB sowie die Brugg Immobilien AG.

Zum Ausbau des sogenannten Mauslochs erkundigen sich mit Vorstössen ebenfalls der Brugger SP-Einwohnerrat David Hunziker sowie der Windischer SP-Einwohnerrat Fredy Bolt. Ersterer weist in seinem Postulat darauf hin, dass aus dem Agglomerationsprogramm seitens des Bundes seit vielen Jahren 4,1 Mio. Franken für den Ausbau der Unterführung bereitliegen. «Diese müssen bis voraussichtlich 2027 abgeholt werden, sonst verfallen sie.»

Sein Windischer Kollege Fredy Bolt erkundigt sich mit einer Interpellation danach, welche Politik der Gemeinderat verfolgt, damit der Bundesbeitrag abgeholt werden kann. «Was ist der Grund dafür, dass bisher nichts oder wenig geschehen ist?», fragt er und will wissen, welches die Bedingungen sind für eine Auszahlung und wie der Gemeinderat der Gefahr begegnet, das der «unbefriedigende Zustand noch auf unabsehbare Zeit anhält».

Denn die Campus-Unterführung diene nicht nur dem Zugang zu den Gleisen der SBB, hebt Bolt hervor. Sie sei zugleich die wichtigste Route für den Langsamverkehr zwischen Brugg und Windisch und wichtig für den Fachhochschulstandort.

Autor

Michael Hunziker

Michael Hunziker

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