Brugg

Einwohnerrat beschliesst: Das Stapfer-Abwartshüsli wird saniert

Muss dringend saniert werden: das Abwartshaus Stapfer.

Muss dringend saniert werden: das Abwartshaus Stapfer.

Die unheilige Allianz zwischen SP und SVP hat das Abwartshüsli im Brugger Einwohnerrat nicht gebodigt – die Debatte über das Geschäft wurde nichtsdestotrot intensiv geführt.

Der Widerstand kam von links und rechts. SP und SVP sprachen sich im Vorfeld der Brugger Einwohnerratssitzung gegen die Vorlage für die Sanierung des Abwartshauses des Schulhauses Stapfer aus – wenn auch aus unterschiedlichen Gründen. Vorgesehen war ein Baukredit von 535'000 Franken. Sollte also die unheilige Allianz zwischen SP und SVP die Vorlage bodigen?

Die SP fackelte nicht lange und stellte am Freitagabend im Campussaal in Brugg-Windisch, wo die Einwohnerratssitzung aufgrund des Coronavirus stattfand, einen Rückweisungsantrag. Mischa Bertschi von der SP argumentierte: «Wenn man schon saniert, dann sollte man auch dafür sorgen, dass es behindertengerecht ist.» Stefan Baumann von der SVP unterstützte in seinem Votum den Rückweisungsantrag: «Der Antrag ist zu teuer. Wir dürfen nicht vergessen, dass wir mit dem Geld der Steuerzahler agieren. Es braucht eine Kostenbremse.»

Etwas gegen die Rückweisung hatte die CVP: «Wir hätten uns tatsächlich auch ein paar Einsparungen mehr gewünscht. Aber: Ein altes Haus zu sanieren kommt teuer», sagte Matthias Rüede. Willi Wengi (FDP) sah es ähnlich: «Wir müssen das Haus erhalten. Wir könnten jetzt investieren und die Arbeiten an KMU vergeben, die in der aktuellen Situation auf solche Aufträge angewiesen sind.» Zudem müsse das Abwartshüsli nicht behindertengerecht sein.

Letztlich bodigten die FDP, CVP, GLP und EVP mithilfe der Grünen den Rückweisungsantrag der SP. Diese wiederum stellte danach einen Änderungsantrag: Damit der hindernisfreie Zugang gewährleistet werden kann, forderte Bertschi dazu auf, 60'000 Franken mehr zu sprechen. Doch auch dieser Antrag war chancenlos. In der Schlussabstimmung sagte der Einwohnerrat – 49 von 50 waren anwesend – kurz vor 23 Uhr mit 30 zu 13 Stimmen deutlich Ja zur Sanierung des Abwartshüsli.

Vor der Debatte zum Stapfer-Abwartshüsli diskutierte das Stadtparlament noch den Zusatzkredit von 107'000 Franken für die Revision der Nutzungsplanung. Dieser wurde an der letzten Sitzung zurückgewiesen. Dieses Mal wurde die Vorlage mit 37 Ja- zu 10 Nein-Stimmen genehmigt.

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