Brugg

Einwohnerratssitzung: Uneinigkeit herrscht beim Friedhofsreglement

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Notfalls können die Gräber auf dem Friedhof Brugg nach 20 Jahren geräumt werden. (Archivbild)

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Im Einwohnerrat geht es um bauliche und organisatorische Entscheide, wie beispielsweise um Container für die Tagesstrukturen. Das meinen die Parteien.

An der Einwohnerratssitzung stimmen die Ratsmitglieder einerseits über den Verpflichtungskredit für das Provisorium Bilander für die Tagesstrukturen Bodenacker ab, andererseits über den Baukredit für die Sanierung der Sanitärleitungen und Nutzereinbauten im Schulhaus Hallwyler sowie über den Baukredit für die Erstellung einer Namenstafel beim Gemeinschaftsgrab und der Änderung des Friedhofreglements.

Parteiübergreifend Zustimmung findet gemäss Fraktionsberichten der Verpflichtungskredit für das Provisorium Bilander. «Es scheint uns richtig, die Container so zu übernehmen. Stehen sie doch gerade am richtigen Platz», meinen die Grünen. Die SP wird wohl ebenfalls zustimmen, kann sich aber einen Seitenhieb nicht verkneifen: «Ärgerlich ist, dass bei der Planung des Bodenacker-Schulhauses, das 2005 gebaut wurde, die Platzansprüche der Tagesstrukturen nicht ausreichend berücksichtigt wurden.» Auch die FDP findet die vorgeschlagene Lösung sinnvoll, macht aber ein Fragezeichen hinter das Mieten der Container. Die CVP äussert sich diesbezüglich ebenfalls kritisch.

Die CVP stellt den Antrag, die Pavillons zu kaufen, statt zu mieten. «Kauf und Miete für 35 Monate bis März 2019 kommen die Stadt Brugg beinahe gleich teuer zu stehen wie das Mieten. Die weitere Entwicklung der Schülerzahlen und der Raumbedürfnisse kann bei einem Kauf ohne Zeitdruck abgewartet und die bestmögliche definitive Lösung in Ruhe geplant werden. Wer weiss, vielleicht ist dann die Zeit reif für eine Tagesschule», heisst es im Fraktionsbericht. Konsens über die Parteigrenzen hinweg herrscht bezüglich Kredit für die Sanierung der Sanitärleitungen und Nutzereinbauten im Schulhaus Hallwyler. Die Grünen allerdings werden «wohl nur bedingt zustimmen».

Änderung der Grabesruhe

Uneinigkeit gibt es bezüglich Friedhofsreglement, das jenem des Kantons angepasst werden soll. SP und FDP missbilligen, dass die Ruhezeit von bisher 25 Jahren auf 20 Jahre heruntergesetzt wird. «Die Platzverhältnisse auf dem Brugger Friedhof sind noch nicht so eng, dass die Mindestruhezeit verkürzt werden müsste», findet die SP. Und dazu, dass Angehörige die Kosten für die Beisetzung übernehmen sollen, wenn die verstorbene Person die Mittel dazu nicht hinterlässt, schreibt die SP: «Die Ausgaben, die in einem solch seltenen Fall anfallen, sind für die Stadt Brugg durchaus tragbar.» Und die FDP schreibt zur Grabesruhe: «Die Änderungen der Artikel werden abgelehnt oder es werden noch eigene Änderungsanträge eingereicht.» Die Umsetzung der Motion von Rita Boeck (SP), Namensschilder beim Gemeinschaftsgrab anzubringen, begrüssen die Fraktionen.(AZ)

Einwohnerrat Brugg am Freitag, 29. April um 19.30 Uhr im Rathaussaal.

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