Schinznach-Bad
Erfreuliches Geschäftsjahr für Bad Schinznach AG

Das Ergebnis der Bad Schinznach AG bewegt sich im Rahmen des Vorjahres. Im vergangenen Geschäftsjahr sehr gut entwickelt haben sich die Bereiche Klinik und Hotel.

Louis Probst
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«Man darf sagen, dass wir ein relativ gutes Geschäftsjahr verzeichnen dürfen», stellt Hans-Rudolf Wyss, der Präsident des Verwaltungsrates der Bad Schinznach AG, fest. «Operativ ist das vergangene Jahr sogar leicht besser verlaufen als das Vorjahr. Wichtig war im vergangenen Jahr der Baubeginn am neuen Thermi, das wir Ende Oktober eröffnen werden.»

Im vergangenen Geschäftsjahr erreichte die Bad Schinznach AG einen Umsatz von 42,33 Millionen Franken. «Damit», so Daniel Bieri, der Vorsitzende der Geschäftsleitung, «haben wir marginal – rund 340000 Franken weniger – Umsatz erzielt, als im Vorjahr.» Verbunden damit ging der Betriebsgewinn vor Abschreibungen um rund 290000 Franken zurück.

Um rund 24 Prozent kleiner ausgefallen als im Vorjahr ist allerdings mit 1,882 Millionen Franken das Ergebnis der Unternehmensgruppe der Bad Schinznach AG. Der Rückgang entspricht, wie Hans-Rudolf Wyss erklärt, exakt einem ausserordentlichen Ertrag, der im Vorjahr durch die Tochtergesellschaft Klinik Meissenberg AG Zug verbucht werden konnte.

Freude an Klinik und Hotel

Im vergangenen Geschäftsjahr sehr gut entwickelt haben sich, wie Daniel Bieri betont, die Bereiche Klinik und Hotel. «Mit einer gestiegenen Nachfrage und nunmehr 18 000 Pflegetagen im Jahr war die Privatklinik Im Park zu 90 Prozent belegt, was zweifellos sehr gut ist. Und auch das Kurhotel Im Park hat, trotz der schwierigen Zeit, um 8 Prozent zugelegt. Es verzeichnete rund 13000 Logiernächte. Auch das ist ein sehr guter Wert, der zeigt, dass gut gearbeitet worden ist.»

Durch den Bau des neuen Thermi unter dem Strich marginal zurückgegangen ist die Frequenz der Bäderbetriebe. «Das Aquarena hat dabei aber um zwei Prozent zugelegt», sagt Daniel Bieri. «Aber das vermochte den Ausfall beim Thermi, das baubedingt im April 2010 geschlossen worden war, nicht ganz aufzufangen.

Etwas tiefer ausgefallen als im Vorjahr ist das Jahresergebnis der Klinik Meissenberg AG in Zug. «Wir werden aber die Klinik Schritt um Schritt weiter entwickeln», erklärt Hans-Rudolf Wyss. Ab 1. Juni wird die Wirtschaftsjuristin Beatrice Bill-Wyss, die Tochter von Hans-Rudolf Wyss, die Geschäftsleitung der Klinik Meissenberg AG übernehmen.

«Wir sind erfreulich unterwegs»

«Die Bad Schinznach AG ist auch sehr gut ins Jahr 2011 gestartet», sagt Daniel Bieri. «Klinik und Hotel laufen sehr gut. Beim Aquarena ist der Baubetrieb spürbar. Das Aquarena wird aber trotz der Bauarbeiten stets geöffnet sein. Etwas Bauchschmerzen bereitet uns das gute Wetter. Aber das geht allen Thermalbädern so.»

Die Bad Schinznach AG sei «erfreulich unterwegs», stellt auch Hans-Rudolf Wyss fest. «Wir sehen für die nächsten Jahre jedenfalls keine Probleme auf uns zukommen – ausgenommen vielleicht bei der Spitalliste, bei der wir uns um eine Aufnahme bewerben. Wobei aber die Unsicherheit weniger in der Erfüllung der Kriterien liegt als in der Politik. Wir müssen und wollen aber optimistisch sein.» Zudem verfügt man bei der Bad Schinznach AG, nach der Bewerbung um Aufnahme in die Spitalliste des Kantons Zürich, ja über einschlägige Erfahrung.

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