Schinznach-Bad
Erster Schultag nach Helikopter-Absturz auf Hawaii: Mitschüler trauern um verstorbene Kameradinnen

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Am ersten Schultag nach den Ferien haben in Schinznach-Bad zwei Schülerinnen gefehlt: Die zwei Mädchen, 10- und 13-jährig, die beim Helikopterabsturz auf Hawaii mit ihren Eltern ums Leben kamen.

Schülerinnen und Schüler, Lehrer, Eltern und Behördenmitglieder gedachten der Familie am Montag im Garten der Schule. Mit dabei war auch Jürg Meyer, ehemaliger Vize-Gemeindeammann von Schinznach-Bad. Er sagte zum Regionalsender Tele M1: «Ich war fast überrascht, wie die Kinder still und gemeinsam (der Toten) gedenken können.» Dies, wenn man wisse, wie emotional Kinder sein können.

Ein solches Unglück den Schülern zu erklären, ist nicht einfach. Es wurde in den Klassen besprochen. Meyer sagt: «Man hat die Kinder gefragt, was sie speziell bewegt.» So habe man das gezielt besprechen können. Einige Schüler seien gefasst gewesen, anderen sei der Tod ihrer Kameradinnen sehr nahe gegangen – wie ihm selber auch. Falls ein Kind zusätzliche Betreuung bei der Trauerbewältigung braucht, kann es den schulpsychologischen Dienst in Anspruch nehmen.

Der Helikopter stürzte am 26. Dezember über der Insel Kauai ab. Nebst der Familie aus Schinznach-Bad kamen drei weitere Menschen ums Leben. Gemäss Ermittlern hatte die Maschine einen Hügelkamm gestreift. Nach dem Absturz ging sie in Flammen auf.

Helikopterabsturz auf Hawaii
8 Bilder
Das Flugzeug war über dem Na Pali Coast State Wilderness Park abgestürzt
Die Küstenwache auf der Suche nach den Vermissten
Der Besitzer des Helis hatte Alarm geschlagen, als der Heli nicht von der Tour zurückkehrte

Helikopterabsturz auf Hawaii

KEYSTONE/AP/RV

(mwa)

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