Schinznach-Dorf

«Es findet jeder etwas, das ihm gefällt»: Der Neustart des Gasthofs Bären ist geglückt

Der Saal im Obergeschoss kann wieder genutzt werden.

Der Saal im Obergeschoss kann wieder genutzt werden.

Der Gasthof mit Hotelzimmer in Schinznach-Dorf hat nach einer Renovationsphase jetzt wieder geöffnet. Zur Neueröffnung gibt es Büezerteller aber auch gehobene Küche – und ein Ahnenbüechli.

Es gibt wohl bessere Momente für eine Restauranteröffnung als kurz nach den Lockerungen des Corona-Lockdowns. Die neuen Betreiber des Gasthofs Bären in Schinznach-Dorf haben es trotzdem getan.

Am Montagabend ist das Restaurant wieder eröffnet worden. Knapp 200 Gäste sind erschienen und durften sich am bereitgestellten Buffet gratis bedienen und sich in der Liegenschaft umsehen. Gastgeberin ist Sandra Meyer, 36, aus Dintikon. Die Pacht übernommen haben die Gebrüder Müller, die auch den Gasthof zum Roten Löwen in Oberrohrdorf führen.

Ein Ahnenbüechli zeichnet die Geschichte nach

Gekauft haben den Gasthof Silvia und Markus Spicher aus Schinznach-Dorf. Sie wollten verhindern, dass aus dem Traditionsrestaurant Wohnungen werden. Die Rückmeldungen der Gäste am Montagabend seien unglaublich positiv ausgefallen, sagt Silvia Spicher. «Es findet jeder etwas, das ihm gefällt. Sei es die neue Gartenwirtschaft oder die renovierten Hotelzimmer», ergänzt sie. Zur Neueröffnung hat sie ein Ahnenbüechli des Gasthofs Bären angefertigt. Dieses besteht aus alten Texten von den Vorgängern, der Familie Amsler sowie einer Ergänzung von Spicher. «Es ist ein schönes Gefühl, Teil davon zu sein», sagt sie.

Silvia Spicher glaubt daran, dass das Konzept der Pächter funktionieren wird. Nebst Büezertellern am Mittag oder Schnellmenüs gibt es gutbürgerliche, durchaus auch gehobene Küche.

Spichers haben die Liegenschaft einer Renovation unterzogen. Die Hotelzimmer verwandelte Silvia Spicher mit ihrem guten Gespür für Inneneinrichtung in moderne, gemütliche Räume. Sie legte viel wert darauf, dass Vorhandenes nicht weggeworfen und Altes wiederverwendet wird. So hat sie Lampen, die sie im Estrich des Gasthofs gefunden hat, umgespritzt. In jedem Zimmer hängen zudem Kunstfotografien, die Tochter Andrea gemacht hat.

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