Abkühlung

Freibäder ziehen positive Bilanz nach dem Corona-Sommer – unter anderem wegen Hitzetagen

Den Sprung ins kühle Nass im heimischen Freibad (hier in Brugg) zogen diesen Sommer viele dem Weg über die Grenze vor.

Den Sprung ins kühle Nass im heimischen Freibad (hier in Brugg) zogen diesen Sommer viele dem Weg über die Grenze vor.

Zuhausegebliebene und Hitzetage sorgten für Ansturm. Und: In Brugg und Schinznach kann dieses Wochenende noch einmal gebadet werden.

Trotz coronabedingt verspäteter Eröffnung und Einlassbeschränkungen verzeichnet die Mehrheit der fünf Freibäder im Bezirk Brugg eine gelungene Saison, wie eine Umfrage dieser Zeitung zeigt. Am 8. Juni durften Freibäder im Zuge der Lockerungen der Massnahmen zur Eindämmung der Pandemie ihre Tore öffnen, rund vier Wochen später als in anderen Jahren.

Der Ansturm war denn auch gross, wie Chefbademeister Pius Huber vom Frei- und Hallenbad der Stadt Brugg bestätigt: «Trotz reduzierter Zeit hatten wir praktisch gleich viele Eintritte wie die ganze letztjährige Saison.» Tatsächlich durften insgesamt gar rund 18 Prozent mehr Gäste als im Vorjahr begrüsst werden.

Die anfängliche Beschränkung von maximal einer Person pro 10 Quadratmetern Fläche führte allerdings dazu, dass an manchen Tagen die Kontingente nahezu ausgeschöpft waren.

Geschlossene Grenzen und Hitze retteten die Saison

Auch die kleine Badi in Villigen zeigt sich mit der Saison zufrieden: «Trotz vier Wochen später beginnender Saison erreichten die Anzahl der Abonnements wie auch der Einzeleintritte die Werte einer guten Saison», sagt Gemeinderat Peter Gut. Verantwortlich dafür macht er nebst den hohen Temperaturen im Juli und August auch das coronabedingt veränderte Reiseverhalten der Leute in der Ferienzeit. So konnten auch im Badi-Restaurant auffällig viele Wanderer und Velofahrer begrüsst werden.

Pius Huber bestätigt, dass viele Zuhausegebliebene den Weg in die Badi Brugg fanden: «Tendenziell waren mehr Schweizer im Bad, aber auch viele Ausländer, die nicht in ihre Heimat reisen konnten oder wollten.» Ähnlich sah es im Freibad Heumatten in Windisch aus. «Man hat deutlich gemerkt, dass viele nicht in die Ferien reisen konnten», sagt Gemeindeschreiber Marco Wächter. Zudem seien mehr Deutsche, Franzosen und Italiener in diesem Jahr zugegen gewesen. Die Auslastung lag gesamthaft etwa auf Vorjahresniveau.

Weniger Saisonabos, dafür mehr Einzeleintritte

Die Badi Schinznach, die von den Gemeinden Lupfig, Schinznach, Veltheim und der Stadt Brugg getragen wird, verzeichnete deutlich mehr Einzeleintritte. Hingegen ging der Verkauf der Saisonabos zurück, wie Manuela Wiederkehr, Präsidentin der Schwimmbadkommission sagt.

Speziell war der Sommer für die Badi in Villnachern nicht nur wegen der Coronamassnahmen. Aufgrund von Dichtheitsproblemen musste das grosse Becken gesperrt werden. So kam die Badi trotz Gratis-Eintritt auf eine Auslastung von lediglich 20 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Mittlerweile haben die meisten der Freibäder ihre Saisons beendet. Wer aber dieses Wochenende doch noch in den Pool springen möchte, kann dies tun heute in Brugg, wo die Saison wegen des schönen Wetters um eine Woche verlängert wurde oder in Schinzach, wo der Saisonabschluss mit Apéro und Grill am Sonntag gefeiert wird.

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