Brugg/Windisch

«Für Brugg und Windisch ist der Bau der Südwestumfahrung dringend»

Als Vertreter des Komitees «Ja zur Südwestumfahrung Brugg» verteilt Stadtammann Daniel Moser am Dienstagabend im Feierabendverkehr beim Bahnübergang Unterwerkstrasse Flyer. mhu

Als Vertreter des Komitees «Ja zur Südwestumfahrung Brugg» verteilt Stadtammann Daniel Moser am Dienstagabend im Feierabendverkehr beim Bahnübergang Unterwerkstrasse Flyer. mhu

Die Kritik an der Planung der Umfahrung kurz vor der Abstimmung ist gemäss Stadtrat Brugg und Gemeinderat Windisch unberechtigt. Werde das Projekt jetzt realisiert, könnten nach 40 Jahren Planung die Wohnquartiere vom Verkehr entlastet werden.

«Die Südwestumfahrung verflüssigt zusammen mit dem Verkehrsmanagement-System den Verkehr im Zentrum und entlastet die Wohnquartiere vom Durchgangsverkehr», führen die Behörden von Brugg und Windisch in einer gemeinsamen Medienmitteilung aus. Eine Bahnunterführung sei unnötig und zu teuer.

«Für die Stadt Brugg und die Gemeinde Windisch ist der Bau der Südwestumfahrung dringend», wird der Stadtammann von Brugg, Daniel Moser, in der Medienmitteilung zitiert.

Das Vorhaben sei ein erster Schritt zu einer überregionalen Verkehrslösung mit vier Puzzleteilen: Südwestumfahrung Brugg, Verkehrsmanagement Brugg/Windisch, Nordumfahrung Windisch sowie Baldeggtunnel.

Der Vizeammann von Windisch, Heinz Wipfli, weist zusätzlich auf die Erschliessungsfunktion für die Industrie-West hin. «In der Vergangenheit haben sich die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger von Brugg und Windisch mit anderen Verkehrsprojekten im Kanton solidarisch gezeigt – jetzt erwarten wir das gleiche von den Partnerregionen im Kanton.»

Daniel Moser und Heinz Wipfli als Vertreter ihrer Gemeinden im Pro-Komitee bedauern den «zum Teil erheblichen» Widerstand gegen das Projekt: «Es ist schade, dass Politiker unqualifizierte Aussagen und Schlussfolgerungen machen, ohne sich mit den Details der Planung, den Kosten-/Nutzen-Aspekten und den Verkehrs-Modellrechnungen befasst zu haben.»

«Sinnvoll und zukunftsorientiert»

Werde das Projekt jetzt realisiert, könnten nach 40 Jahren Planung endlich die Wohnquartiere vom Verkehr entlastet werden, so die Behörden. «Dies erhöht nicht nur die Verkehrssicherheit, sondern auch die Wohnqualität.

Zudem wird mit der Umfahrungsstrasse das Zentrum von Brugg entlastet und das Industrie- und Gewerbequartier ideal erschlossen.» Auch mit dem geplanten Bahnübergang habe die Südwestumfahrung die nötige Entlastungswirkung. Eine Unterführung wäre theoretisch realisierbar, mache jedoch aus verschiedenen Gründen keinen Sinn.

«Die Südwestumfahrung ist ein sinnvolles und zukunftsorientiertes Projekt», sind die Behörden überzeugt. «Scheitert es an der Urne, bleiben Stau und gefährliche Schulwege auf Jahre hinaus tägliche Realität – etwas das sich weder die Region Brugg noch der restliche Kanton Aargau leisten können.» (az)

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