Schulheim Schloss Kasteln

Für den neuen Stall waren Mut, Beharrlichkeit und Motivation gefragt

Ein gelungenes Projekt: Sicht auf den neuen Stall.

Ein gelungenes Projekt: Sicht auf den neuen Stall.

Das Schulheim Schloss Kasteln in Oberflachs hat – nach einigen Umwegen – den neuen Stall mit Remise eingeweiht.

Die Mutterkühe sind auf der Weide. Der Stall ist leer. Handwerker, Behördenmitglieder und Stiftungsrätinnen und -räte von Etuna kommen in den hellen, grosszügigen Neubau, um die Stalleinweihung zu feiern. Eingeladen haben Roland Fischer, Geschäftsführer der Stiftung Etuna, sowie Danièle und Bruno Stadler-Duperrex, Pächterehepaar des zum Schulheim Schloss Kasteln gehörenden Bauernhofs.

Das Trio «Hinterwäldler» spielt Kontrabass, Balalaika, Banjo und Gitarre und singt von Herzschmerz, Schnaps und Vieh. Danièle Stadler-Duperrex heisst die Gäste willkommen und erklärt, dass bereits 2015 für den Hof Kasteln eine tiergerechte Muttertierhaltung angestrebt wurde. Für den Neubau war eine Nutzungsplanänderung erforderlich und ein Siedlungsei wurde von der Landwirtschaftszone unter bestimmten Auflagen abgetrennt.

Hier haben es die Kühe gut und die Arbeit fällt leichter

Nach der Baubewilligung und mehreren Planungsänderungen ging es im Juli 2019 mit den Bauarbeiten los. «Ich war beeindruckt, wie still hier gearbeitet wurde», lobt Danièle Stadler-Duperrex die Handwerker. Bruno Stadler-Duperrex ergänzt: «Die Kühe haben es hier gut und die Arbeit geht leichter.» Er bedankt sich bei allen für das gelungene Projekt: den Handwerkern, dem Architekten Martin von Arx und seinem Team, dem Schulheim und dem Stiftungsrat Etuna. Er ist dankbar, dass er den gesamten Prozess mitbestimmen durfte.

Roland Fischer zeigt die Parallelen der Stiftung Etuna mit dem Siedlungsei und seinem Neubau auf. Es brauchte den Mut der Behörde, es brauchte die Beharrlichkeit des Stiftungsrates und die Beständigkeit und Motivation des Pächterehepaares. Und nur mit Verbindlichkeit und Achtsamkeit konnte alles reibungslos gelingen. «Kein Geschimpfe, kein Fluchen, kein lautes Wort fiel auf der Baustelle», verdeutlicht Fischer die zurückliegenden Arbeiten. Er ist sich sicher: «Das merken auch die Kühe.»

«Es herrschte immer ein gutes Klima»

Architekt von Arx untermauert Fischers Aussage: «Es herrschte immer ein gutes Klima.» Die Handwerker arbeiteten Hand in Hand und überaus zuverlässig. Um die Auflagen für den Bau zu erfüllen, musste eine Umzonung gemacht, eine Wasserleitung umgelegt und zu guter Letzt ein Bach ausgehoben werden. Von Arx übergibt zum Abschluss an das Pächterehepaar Danièle und Bruno Stadler-Duperrex eine grosse, glänzende Kuhglocke.

Bei einem reichhaltigen Apéro begutachten die Gäste die Feinheiten des neu erstellten Stalls mit Remise, wie den grossen roten Kran, mit dem das viele Heu ganz leicht bewegt werden kann. Anschliessend offeriert der Hof Kasteln noch Feinstes vom Grill und die drei Hinterwäldler untermalen mit American Folkmusic den milden Septemberabend.

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