Birrhard
Für die Bauverwaltung gibt es einen neuen Vertrag – höhere Kosten erwartet

Die Kosten für den Betrieb erhöhen sich wegen der Fusion von Lupfig und Scherz. Die Kosten für Birr und Birrhard erhöhen sich aufgrund der Verteilung der allgemeinen Aufwände von bisher vier auf neu drei Gemeinden.

Michael Hunziker
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Das Budget weist ein knappes Plus aus von 10'710 Franken.

Das Budget weist ein knappes Plus aus von 10'710 Franken.

Walter Schwager/az-Archiv

An der Gemeindeversammlung in Birrhard zur Diskussion steht der Gemeindevertrag für die gemeinsame Bauverwaltung Eigenamt. Diese wird seit 2008 betrieben am Standort Birr.

Nach der Fusion von Lupfig und Scherz auf Januar dieses Jahres muss der Vertrag über die Zusammenarbeit der Gemeinden angepasst werden. Für die Ausarbeitung zeichnete die Betriebskommission verantwortlich. Nebst den formellen Anpassungen kann festgehalten werden, so der Gemeinderat, dass sich die Kosten für Birr und Birrhard aufgrund der Verteilung der allgemeinen Aufwände von bisher vier auf neu drei Gemeinden erhöhen.

Satzungen werden angepasst

Ebenfalls wegen der Fusion von Lupfig und Scherz müssen die Satzungen des Friedhofverbands Eigenamt formell angepasst werden. Inhaltliche Änderungen werden keine vorgenommen, führt die Birreter Behörde aus. Beim Bestattungs- und Friedhofreglement des Friedhofverbands Eigenamt, das gleichzeitig anzupassen ist, liegt die Zuständigkeit für die Genehmigung bei den Gemeinderäten der Verbandsgemeinden Birr, Birrhard und Lupfig.

Daneben entscheiden die Stimmberechtigten am Freitag, 16. November, über die Übernahme von 11 Prozent der Aktien der neu gegründeten «Haus Eigenamt AG» (die AZ berichtete), den Aktionärsbindungsvertrag und die Leistungsvereinbarung sowie den Voranschlag 2019 mit einem unveränderten Steuerfuss von 115 Prozent.

Das Budget weist ein knappes Plus aus von 10'710 Franken, was gegenüber dem Vorjahresbudget ein um 165'670 Franken «deutlich besseres Ergebnis ergibt», stellt der Gemeinderat fest. Beim Steuerertrag wird angenommen, dass insgesamt mindestens die Erträge wie im Budget 2018 erreicht werden können.

Schulgelder fallen tiefer aus

Der Nettoaufwand sinkt gegenüber dem Budget 2018 um rund 200'000 Franken. Dies liegt gemäss Behörde vor allem an der weniger hohen Anzahl Oberstufenschüler: Dadurch fallen die Schulgelder – die Rede ist von 12'000 bis 13'000 Franken je Schüler – an die umliegenden Gemeinden wesentlich tiefer aus.

Insgesamt verteilen sich die Minderaufwände auf mehrere Positionen, so der Gemeinderat. Aber einige Aufgaben würden im nächsten Jahr für Birrhard deutlich teurer. Genannt werden als Stichworte neben der regionalen Bauverwaltung auch Feuerwehr, Musikschule, Friedhofverband sowie Finanzausgleich. Letztere beträgt total 68'750 Franken (Vorjahr 16'000 Franken). Vor allem der ausserordentliche Ertrag an Vermögensgewinnsteuern im Vorjahr wirke sich in der Berechnungsbasis stark aus.

Gemeindeversammlung

Freitag, 16. November, 20 Uhr, Mehrzweckhalle.

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