Brugg

Gemälde des Brugger Malers Adolf Stäbli ist zurück im Stadtmuseum

Hans Rudolf Keller (links) übergibt das Bild im Stadtmuseum an Brigitte Süess, Präsidentin der Museumskommission, sowie an Vizeammann Leo Geissmann.

Hans Rudolf Keller (links) übergibt das Bild im Stadtmuseum an Brigitte Süess, Präsidentin der Museumskommission, sowie an Vizeammann Leo Geissmann.

Das Gemälde «An der Ammer» war jahrzentelang in Privatbesitz. Nun kehrt es als Dauerleihgabe zurück und wird im frisch umgebauten Stadtmuseum einen Platz erhalten.

«Brugg – Wo alles zusammenströmt», lautet der Slogan der Stadt. Dass dieser tatsächlich gut passt, hat sich gestern Montag gezeigt. Im kleinen, feinen Rahmen ist im Stadtmuseum das Gemälde «An der Ammer» von Adolf Stäbli (1842–1901) in Empfang genommen worden. Dort also, wo sich die grösste öffentliche Sammlung dieses bedeutenden Landschaftsmalers befindet.

Überreicht worden ist die Dauerleihgabe von Hans Rudolf Keller, der zwar in der Nähe von Bern wohnt, aber einen engen Bezug hat zur Region Brugg. In einigen Sätzen schilderte er den Weg des Gemäldes und gewährte gleichzeitig einen spannenden Einblick in die Geschichte der Familie Keller mit Heimatort Hottwil. Deren Vertreter kamen weit herum, waren erfolgreich in Politik und Wirtschaft.

Die ganze Familie traf sich auf der Rotberg-Passhöhe

Sein Grossonkel Alfred war ein Kunstliebhaber. Von ihm gelangte das Gemälde an Tochter Martha – die Tante von Hans Rudolf Keller. Er kann sich gut erinnern an seine Kindheit, als sich jeweils am Pfingstsonntag die ganze Familie auf der Passhöhe auf dem Rotberg traf und gemeinsam Würste gebrätelt wurden – eine Tradition, die bis heute Bestand hat.

Das Bild «An der Ammer» hing in der Villa Keller-Keller in Brugg. Nach dem Tod von Tante Martha im Jahr 1984 kam es schliesslich in den Besitz von Hans Rudolf Kellers Eltern. Es sei toll, dass es nun einen schönen Platz erhalte an dem Ort, wo es herkomme, fasste Hans Rudolf Keller zusammen.

Ab 23. August steht das Stadtmuseum wieder offen

Dieser Aussage beipflichten konnten Brigitte Süess, Präsidentin der Museumskommission, sowie Vizeammann Leo Geissmann. Dass dieses Gemälde den Weg zurück nach Brugg gefunden habe, sei wunderschön, freuten sie sich. Geissmann setzte als Vertreter des Stadtrats seine Unterschrift unter die entsprechenden Dokumente und überreichte Hans Rudolf Keller als Dankeschön die beiden Bände der Brugger Stadtgeschichte.

Der Brugger Bürger Adolf Stäbli war der Sohn des Kupferstechers und Zeichenlehrers Diethelm Stäbli. Ab 1869 war er in München wohnhaft. Er malte vorwiegend Landschaften. Dramatische Wetterphänomene und Gewitterstimmungen sind charakteristisch für viele seiner Bilder.

Die Wiedereröffnung des Stadtmuseums Brugg ist nach dem Umbau am 23. August geplant. Danach stehen die Türen des auffälligen Gebäudes in der Hofstatt jeweils am Sonntag, 13 bis 17 Uhr, offen.

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Autor

Michael Hunziker

Michael Hunziker

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