Windisch

Gemeinde verkauft das Feuerwehrlokal und baut so Schuldenberg ab

An diesem Standort will die Raiffeiesenbank ausbauen und modernisieren.

An diesem Standort will die Raiffeiesenbank ausbauen und modernisieren.

Der Einwohnerrat hat am Mittwochabend dem Verkauf des Feuerwehrlokals an die Raiffeisenbank zugestimmt. Widerstand gab es von der SP, die sich gegen den Landverkauf wehrte. Die Bank kann nach jahrelanger Abklärungen endlich die Erweiterung planen.

Die Raiffeisenbank Wasserschloss möchte sich am bestehenden Standort neben dem Gemeindehaus Windisch breiter machen und umbauen. Deshalb interessierte sie sich für den Kauf des benachbarten Feuerwehrlokals. Seit rund drei Jahren wurde zwischen der Raiffeisenbank Wasserschloss, dem Verein für Alterswohnungen und der Gemeinde Windisch verhandelt und diskutiert. Als im vergangenen Herbst neue Unklarheiten auftauchten, zog der Gemeinderat das Geschäft von der Traktandenliste des Einwohnerrats zurück (die az berichtete).

Nun sind die Würfel gefallen: Der Einwohnerrat hat die Auflösung des Baurechtsvertrags und den anschliessenden Verkauf der Baurechtsparzelle an den Verein zum Preis von 50 000 Franken mit 19 Ja- zu 12 Nein-Stimmen (absolutes Mehr: 18) gutgeheissen. Dem Verkauf des Feuerwehrlokals inklusive Land für 420 000 Franken an die Bank stimmte die Legislative mit 29 Stimmen zu. Der Vorplatz wird nicht verkauft und bleibt Eigentum der Gemeinde, wie Gemeinderat Max Gasser erklärte.

Die SP wehrte sich nicht gegen Verkauf des Feuerwehrlokals, sondern gegen den Landverkauf. Die ganze Parzelle sei Teil des Gestaltungsplans, sagte David Roth. Von einem Geschenk an die Bank war die Rede. Der Baurechtsvertrag sei nicht mehr zeitgemäss und müsse aufgelöst werden, waren sich FDP und CVP einig. Marco Valetti von der SVP betonte, dass es schwierig wäre, einen anderen Käufer zu finden. Möglich wurde der Entscheid erst, nachdem der Rückweisungsantrag der SP mit 18 Nein- zu 17 Ja-Stimmen haarscharf abgelehnt wurde.

Peter Hartmann gewählt

Als Ersatz für Heiko Loretan, der Ende 2014 aus dem Einwohnerrat zurücktrat, wurde Marc Keller (CVP) in die Legislative aufgenommen. Ausserdem ist Peter Hartmann neu Mitglied der Finanz- und Geschäftsprüfungskommission. Der Parteilose wurde kurzfristig als Nicht-Mitglied des Einwohnerrats von CVP und FDP vorgeschlagen und anschliessend mit 29 gültigen Stimmen gewählt. Präsidiert wird die Kommission für den Rest der Amtsperiode 2014/2017 neu von Bruno Graf (SP). Ohne Gegenstimmen hiess der Einwohnerrat zudem sämtliche Einbürgerungen und die Kreditabrechnung Abfallsammelstelle Fehlmannmatte gut. Diese schloss bei Bruttoanlagekosten von Fr. 78 901.25 mit einer Kreditunterschreitung von Fr. 17 098.75 ab.

Die Motion «Projektbezogenes Qualitätsmanagement» der beiden SVP-Mitglieder Christian Locher und Philipp Ammon, die aufgrund des suboptimalen Ablaufs der Bezirksschulhaus-Sanierung eingereicht wurde, nahm Ammann Heidi Ammon im Namen des Gemeinderats als Postulat entgegen.

Meistgesehen

Artboard 1