Brugg

Gestaltungsplan «Alte Post»: Bevölkerung reicht zehn Beiträge ein – Stadtrat nimmt Petition zu Kenntnis

Die Visualisierung zeigt die Schulthess-Allee mit dem Wohnhaus II (links) und die zentralisierte Stadtverwaltung (hinten).

Die Visualisierung zeigt die Schulthess-Allee mit dem Wohnhaus II (links) und die zentralisierte Stadtverwaltung (hinten).

Der Stadtrat von Brugg sieht die öffentliche Auseinandersetzung über die Entwicklung des Gebiets «Alte Post» als wichtig an. Ein Schaufenster am Kupperhaus zeigt Projektunterlagen.

Wenn es um die Weiterentwicklung des Gebiets zwischen Annerstrasse und Schulthess-Allee geht, klaffen die Meinungen der Brugger weit auseinander. Der Stadtrat will im Scharnier zwischen Altstadt und Bahnhof/Neumarkt eine Überbauung mit städtischer Verwaltung, Bibliothek, Verkaufsflächen, Büros und Wohnungen ermöglichen. Deshalb erfolgte vom 12. März bis 10. April die öffentliche Mitwirkung zum Gestaltungsplan «Alte Post» und zur Teiländerung des Gestaltungsplans «Annerstrasse».

«Es sind insgesamt zehn Mitwirkungsbegehren aus der Bevölkerung eingegangen», schreibt der Stadtrat in einer Medienmitteilung. Im Brennpunkt des Interesses stünden Fragen um den Erhalt der Gebäude «Müller-Haus» und «Alte Schmitte», der Grad der Verdichtung, die Verkehrserschliessung sowie die Gestaltung der Grünräume.

Alle Eingaben würden derzeit sorgfältig geprüft und die Gestaltungspläne entsprechend bereinigt, schreibt die Exekutive weiter. Ebenfalls berücksichtigt werden Hinweise aus der noch laufenden kantonalen Vorprüfung, die zeitgleich zur öffentlichen Mitwirkung startete. Anschliessend erfolgt die öffentliche Auflage der beiden Gestaltungspläne.

Diese legen die planungsrechtlichen Rahmenbedingungen fest, «um an dieser zentralen, gut erschlossenen Lage die Wohnnutzung zu stärken und publikumsorientierte Nutzungen zu platzieren». Damit soll laut Stadtrat ein wichtiger Beitrag zur Belebung des Stadtzentrums und insbesondere der Altstadt geleistet werden.

Petition wurde lanciert

Von Ende Februar bis Ende März fand die öffentliche Auflage der Gesamtrevision Nutzungsplanung Raum Brugg Windisch statt, bei der Einwendungen eingereicht wurden, die einen materiellen Zusammenhang mit den beiden erwähnten Gestaltungsplänen haben. Ebenfalls in Arbeit ist zurzeit die Auswertung dieser Einwendungen.

Der Stadtrat hat Kenntnis genommen von einer laufenden Petition, die zur geplanten Neubebauung lanciert wurde. Die Unterschriften werden Ende Juni übergeben. Die Petitionäre wollen, dass die Bebauungsdichte und die Höhen der einzelnen Gebäude auf ein «erträgliches Mass» reduziert werden.

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