Grossratswahlen

GLP-Spitzenkandidatin Flach: «Sehr schade, dass ich nicht gewählt wurde»

Angélique Flach war die Spitzenkandidatin der Grünliberalen.

Angélique Flach war die Spitzenkandidatin der Grünliberalen.

Angélique Flach aus Auenstein sagt, wie sie mit der Wahlniederlage umgeht und was sie den Grünliberalen im Bezirk Brugg wünscht. Sie freut sich darüber, dass ihre Partei einen Sitz gewonnen hat.

Für die Grossratswahlen ist sie auf der Liste der Grünliberalen Bezirk Brugg auf Platz 1 angetreten und am Sonntag auf Platz 3 gelandet: Die Rede ist von Spitzenkandidatin Angélique Flach aus Auenstein, der Ehefrau von GLP-Nationalrat Beat Flach. Zwar sind die Grünliberalen die klaren Gewinner, weil sie im Kanton Aargau sechs Mandate holten und neu 13 Sitze im 140-köpfigen Parlament haben.

Für Angélique Flach ging die Rechnung allerdings nicht auf. Den neu gewonnenen Sitz im Bezirk Brugg holte sich Markus Lang (die AZ berichtete). Der 58-Jährige erzielte 1107 Stimmen. Zweitplatzierte ist Colette Degrandi Künzi mit 1059 Stimmen. Spitzenkandidatin Flach sagt auf Nachfrage der AZ: «Es ist sehr schade, dass ich nicht gewählt wurde.»

Einwohnerräte aus Brugg haben sie überholt

Doch primär freut sich die 54-Jährige, dass die Grünliberalen im Bezirk Brugg einen Sitz erzielt haben. Persönlich habe sie mit 955 Stimmen ein gutes Resultat erreicht (vor vier Jahren waren es 568 Stimmen). Flach ist überzeugt, dass sie überholt wurde, weil Lang und Degrandi Künzi von der Bekanntheit in Brugg und Windisch profitiert haben. Beide gehören dem Einwohnerrat Brugg an. Degrandi Künzi ist zudem Mitglied der Schulpflege Brugg. «Ich gönne Markus Lang die Wahl und bin gespannt, wie er sich im Grossen Rat einbringt», hält Angélique Flach fest. Ihre Enttäuschung über die Nichtwahl scheint am Montag verflogen.

Die Auensteinerin ist stolz auf das Wahlkampfteam, das mit wichtigen Themen wie Veloverbindungen und nachhaltiger Energie in den Wochen vor den Wahlen in der Öffentlichkeit sehr präsent war.

Sie hofft auf Junge, die sich langfristig engagieren

Seit 2009 ist Angélique Flach politisch im Hintergrund tätig, unter anderem als persönliche Mitarbeiterin ihres Ehemanns. Sie hofft, dass sich vermehrt Junge in der Partei engagieren, in Ämter gewählt werden und diese über Jahre ausüben können.

Persönlich legt Flach den Fokus nun wieder auf ihre Weiterbildung zur psychosozialen Beraterin. Das wird sie noch etwa ein Jahr lang beschäftigen.

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