Brugg

«Grey’s Anatomy» in Vindonissa – So operierten die Römer

Gezeigt werden zahlreiche medizinische Instrumente und Geräte.

Gezeigt werden zahlreiche medizinische Instrumente und Geräte.

Man stelle sich vor: Man lebt in der Zeit vor 2000 Jahren und wird krank. Hat man einen Arzt? Welche Instrumente setzt er ein und wer übernimmt die Kosten? Diese Fragen beantwortet das Vindonissa-Museum Brugg.

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Nichts für Weicheier: So operierten die Römer vor 2000 Jahren

In der neuen Ausstellung «Der Arzt, dem alle vertrauen – Medizin in der Römerzeit» im Vindonissa-Museum Brugg werden zahlreiche Instrumente und Geräte von der Pinzette über Wundhaken bis zur Starnadel gezeigt. Sie vermitteln einen Eindruck von den komplizierten Behandlungen und Operationen, die die römischen Ärzte bereits beherrschten.

Einige dieser Ärzte entwickelten ein grosses Wissen über Gesundheit und Anatomie des Menschen. Ihre Erkenntnisse und Behandlungsmethoden bildeten lange die Grundlage der westlichen Medizin.

Schwerer Stand der Wissenschaft

Die Ausstellung beleuchtet das Thema «Medizin in der Römerzeit» von den verschiedensten Seiten. Sie zeigt, mit welchen Krankheiten die Menschen zu kämpfen hatten sowie den gesellschaftlichen Umgang mit Medizin.

Die wissenschaftliche Medizin spielte in Rom selbst lange eine untergeordnete Rolle. Der Hausherr übernahm üblicherweise selbst die Aufgabe, seine Schutzbefohlenen gesund zu pflegen. Dabei kamen häufig Zaubersprüche sowie einfache Hausrezepte wie Kohlwickel zur Anwendung. Half dies nicht, gab es noch die Möglichkeit die Heilgötter anzurufen.

Wohnungen, die krank machten

Ganz anders sah es seit dem ersten Jahrhundert nach Christus in den Legionslagern der römischen Armee aus. Diese verfügten über ein gut organisiertes Sanitäts- und Spitalwesen. So auch in Vindonissa (heute Windisch), wo sich das älteste Spital auf dem Gebiet der heutigen Schweiz befand.

Die grösste medizinische Herausforderung in den Städten des römischen Reichs dürften die prekären Wohnverhältnisse der Menschen gebildet haben. Die Wohnungen waren klein, dunkel und stickig und belasteten die Gesundheit der Bewohner stark.

Ausstellung «Der Arzt, dem alle vertrauen – Medizin in der Römerzeit» im Vindonissa-Museum Brugg bis 11. Mai 2014.

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