Hausen

«Gröscht-Ballett» und «Garette-Transport»: Die Turnfamilie baute

Die kleine Mädchenriege zeigte die Nummer «Cargo-Domizil». Ina Wiedenmann

Die kleine Mädchenriege zeigte die Nummer «Cargo-Domizil». Ina Wiedenmann

Unter dem Motto «Huuse bout en ...» zeigte der Turnverein Hausen (STV) am vergangenen Wochenende, dass die Turner den Baumassnahmen im Ort konditionell gewachsen sind.

An den Wänden kleben grosse Pflaster, auf den Tischen liegen Einwegspritzen, Pillen und ebenso jede Menge Pflaster. Womit muss man denn rechnen, wenn man in diesem Jahr die Turnshow besucht?

Jeder, der in Hausen lebt oder durch den Ort fährt, sieht es: Hier wird gebaut. Direkt neben der Mehrzweckhalle stehen ein Baugerüst und ein riesiger Kran. In der Halle drin kümmert sich die Turnshow um die Bauarbeiten. Alle Turngruppen haben sich dafür monatelang vorbereitet und zeigen sich vor einer Kulisse aus dekorierten Bauzäunen in Bestform. Das humorvolle Rahmenprogramm mit einer verunfallten Frau Gemeindeammann, einem ambitionierten Professor und dessen Schwester Carmen bringt das Publikum zum Lachen.

Manuela Obrist, OK-Präsidentin, eröffnet die Show und die kleine Jugi beginnt mit dem «Gröscht-Ballett». Frau Gemeindeammann bereitet sich auf ihre Eröffnungsrede vor, als sie erfährt, dass statt der Doppelturnhalle ein Spital gebaut wurde. Sie ist entsetzt, fällt in Ohnmacht und bricht sich dabei das Bein. Was für eine Katastrophe! Nichts läuft nach Plan. Jetzt muss sie selbst ins Spital und braucht die Unterstützung vom Muki-Turnen mit dem «Garette-Transport», das Kinderturnen und das «Cargo Domizil» der kleinen Mädchenriege.

«Gröscht-Ballett» und «Garette-Transport»: Die Turnfamilie baute

«Gröscht-Ballett» und «Garette-Transport»: Die Turnfamilie baute

Im Spital wird der Patientin Gymnastik verordnet. Als dann die Männer vom STV bei «Wrecking Ball» in schrillen Leggings und dickeren Bäuchen zur Schwangerschaftsgymnastik antreten und dabei locker die Frauen hochstemmen, bleibt kein Auge mehr trocken. Da platzt dem Mann auch mal die Fruchtblase. Kein Wunder, dass danach die grosse Mädchenriege das «Skelett im Chäller» klappern lässt und die Damenriege sich rasant um die «Suva-Prävention» kümmern muss. Die Operation des Beinbruchs steht bevor und die Turner mit Mundschutz sind zum Einsatz bereit. Die grosse Jugi liefert «schweisstriibend» Saltos und die Frauenriege sorgt anschliessend schwungvoll mit Schwingbesen für das leibliche Wohl im Spital, damit man wieder zu Kräften kommen kann. Die Männerriege kommt zum Schluss mit Rollatoren angefahren. Die Herren sind aber nicht gebrechlich, sondern im dritten Frühling, wirbeln die Gehhilfen im Takt umher, springen darüber hinweg und machen sogar darauf einen Handstand. Sie sind auch in der «Frühpension» fit.

Die gesamte Turnerfamilie war mit grossem Engagement dabei und bereitete den Zuschauern viel Freude. Bleibt zu hoffen, dass der Bau der neuen Halle in Hausen ganz nach Plan läuft.

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