Die Grünen Brugg legen die Karten auf den Tisch: Barbara Horlacher kandidiert als Stadtammann und damit als Nachfolgerin von Daniel Moser (FDP). Es sei vor allem das Amt an sich, das sie interessiere, die anspruchsvolle Tätigkeit, die herausfordernde Aufgabe. «Ich bin bereit, Verantwortung zu übernehmen und die Zukunft der Stadt aktiv mitzugestalten», sagt sie.

Die Grünen Brugg freuen sich sehr über diese Kandidatur. Barbara Horlacher bringe einerseits viel politische Erfahrung mit für diese Tätigkeit, hält die Partei in einer Medienmitteilung fest. Zurzeit bewähre sie sich als Präsidentin des Brugger Einwohnerrats und geniesse in dieser Rolle breite Akzeptanz. Andererseits verfüge sie ebenfalls über «beste berufliche Kompetenzen».


Sie kennt die Prozesse


Barbara Horlacher studierte an der ETH Zürich Umweltnaturwissenschaften und absolvierte ein Nachdiplomstudium für Wirtschaft. Seit Mitte 2014 ist sie Leiterin der Umweltabteilung des Euroairport in Basel. In dieser Funktion kümmert sie sich mit einem kleinen Team um sämtliche Umweltthemen.

Sie habe sich in ihrer beruflichen Karriere viele Fähigkeiten aneignen können, stellt die 46-Jährige fest: zuhören zu können, verschiedene Meinungen abzuholen, gemeinsam Lösungen zu erarbeiten und diese auch umzusetzen.

Überdies habe sie als frühere Projektleiterin der Umweltfachstelle der Stadt Aarau, wo sie über sieben Jahre tätig war, vertiefte Einblicke erhalten in die Funktionsweise von Verwaltungen, Behörden und Institutionen. Kurz: «Ich kenne die unterschiedlichen Prozesse», fasst sie zusammen und ergänzt: «Ich denke, ich bringe die Voraussetzungen mit, um den Herausforderungen des Stadtammann-Amts gerecht zu werden.»


Motiviert in den Wahlkampf


Bei ihren Überlegungen, zu kandidieren, spielte ebenfalls ihr Demokratieverständnis eine Rolle. Die Stimmberechtigten sollen eine Auswahl haben, sollen die Diskussionen über die Entwicklung der Stadt führen können, sagt sie. «Das ist mir ein Anliegen, dazu möchte ich meinen Teil beitragen.» In Gesprächen habe sie gespürt, dass dieses Bedürfnis, diese Erwartung an die Politik, tatsächlich auch bestehe.

Zur Erinnerung: Bereits bekannt als Kandidaten für das Amt als Brugger Stadtammann sind Titus Meier (FDP) sowie Richard Fischer (parteilos). Die anderen Parteien SVP, CVP, SP, EVP und GLP verzichten – Stand heute – auf eine Kandidatur.

Barbara Horlacher wird sich übrigens explizit als Stadtammann im Vollamt zur Verfügung stellen. Eine Funktion als Stadtrat, erklärt sie, sei nicht mit ihrer beruflichen Situation vereinbar. Die offizielle Nomination durch die Partei erfolgt am 18. Juni. Sie werde motiviert in den Wahlkampf steigen, versichert sie, und freue sich auf spannende Gespräche mit den Bruggerinnen und Bruggern. Diese sollen schliesslich die Möglichkeit haben, fügt sie an, die Kandidaten mit ihren Ideen, Wertvorstellungen und Zielen kennenzulernen.