Hausen
Grosses Interesse an Nutzungsplanung: Die Entwicklung der Gemeinde liegt vielen am Herzen

Rund drei Dutzend Eingaben sind in Hausen eingegangen im Rahmen der öffentlichen Mitwirkung zur Revision der Nutzungsplanung. Auch der Planungsverband Brugg Regio nimmt Stellung.

Michael Hunziker
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Die Gemeinde Hausen legt die Entwicklung für die kommenden Jahre fest. Auf dem Bild zu sehen ist das Gemeindehaus.

Die Gemeinde Hausen legt die Entwicklung für die kommenden Jahre fest. Auf dem Bild zu sehen ist das Gemeindehaus.

Bild: Sandra Ardizzone (14. Juli 2020)

Ein attraktives Wohn- und Arbeitsangebot sowie eine hohe Aufenthaltsqualität: Die Gemeinde Hausen legt die Entwicklung fest für die kommenden Jahre, zeigt auf, wie der Lebensraum gestaltet werden soll. Derzeit läuft die Revision der Nutzungsplanung. Im Dezember und Januar fand die öffentliche Mitwirkung statt.

Das Interesse an dieser sei erfreulicherweise gross gewesen, sagt Andreas Schmucki, Leiter der Abteilung Bau und Planung in Hausen. Umso bedauerlicher sei, dass die geplante Mitwirkungsveranstaltung aufgrund der Coronapandemie habe abgesagt werden müssen.

Eingehend mit dem Thema auseinandergesetzt

Eingegangen seien rund drei Dutzend, teils sehr umfangreiche, mehrere Dokumente umfassende Mitwirkungseingaben, fährt Schmucki fort. Beteiligt haben sich: verschiedene Ortsparteien (CVP, SP, GLP); Organisationen (Aargauer Heimatschutz, Pro Velo Brugg-Windisch, Pro Natura); Exekutiven der Nachbargemeinden; private Parteien (natürliche und juristische Personen, hauptsächlich Grundeigentümer).

Diese hätten die revidierten, umfangreichen Planungsinstrumente meist eingehend studiert, so Schmucki. Nebst den Entwürfen zur revidierten Nutzungsplanung (Bauzonen- und Kulturlandplan, Bau- und Nutzungsordnung) lag auch der Entwurf zum Kommunalen Gesamtplan Verkehr (KGV) öffentlich auf. «Die Eingaben enthalten insgesamt über 100 Anträge und Begehren zu verschiedenen Themen», sagt Schmucki. Und:

«Die Projektverantwortlichen schätzen die sachliche, konstruktive Kritik.»

Alle Anliegen werden geprüft und die Ergebnisse in einem Mitwirkungsbericht festgehalten. Verschiedene Mitwirkende sollen zudem noch zu einem Gespräch eingeladen werden.

Höhere bauliche Dichte wird ermöglicht

Stellung zur Revision der Nutzungsplanung nimmt auch der Planungsverband Brugg Regio. Begrüsst wird, heisst es in einer Medienmitteilung, dass die im Regionalentwicklungskonzept (REK) formulierten Strategien und Grundsätze mit der vorliegenden Planung weitestgehend umgesetzt werden.

Das REK wurde im 2015 von der Region beschlossen und nimmt aktuelle Fragestellungen auf zu den Bereichen Raumentwicklung – Siedlung, Landschaft und Mobilität – sowie Wirtschaft, Bildung, Forschung, Kultur, Freizeit und Tourismus.

Besonders hervorhebt Brugg Regio, dass in Hausen mit diversen Massnahmen – unter anderem Aufzonungen – eine höhere bauliche Dichte ermöglicht wird. Beispielhaft für die Region sei der sorgfältige Umgang mit den historischen Dorfkernen sowie deren Verankerung in der Bau- und Nutzungsordnung. Ebenfalls erwähnt der Planungsverband die unabhängige Fachbeurteilung durch das eingesetzte Fachgremium, das den Gemeinderat entlastet und unterstützt in heiklen ortsbaulichen Fragen.

Der Gemeinderat habe sich gründlich mit dem Ortsbild auseinandergesetzt und wichtige Gebäude als kommunale Kulturobjekte aufgenommen, stellt Brugg Regio fest. Überdies seien keine neuen Einzonungen geplant, was den Zielen der haushälterischen Bodennutzung entspreche.

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