Brugg

Heimgarten vor neuen Herausforderungen

Psychisch kranke Frauen

Psychisch kranke Frauen

Der Heimgarten ist eine soziale Institution, die psychisch erkrankten Frauen ein Heim bietet. Der Jahresbericht zeigt: 2011 war ein gutes Jahr.

Obgleich das traditionelle Frühlingsfest des Heimgartens an der Jurastrasse 5 vorbei ist, zehrt die soziale Institution noch immer davon. Heimleiterin Barbara Vontobel freut sich, «dass in diesem Jahr noch mehr Kinder als sonst dabei waren» – was für die Sympathie einer Institution gegenüber spricht, die psychisch erkrankten Frauen ein Heim bietet.

Die derzeit 27 Heimgarten-Bewohnerinnen stammen aus sechs Ländern und drei Kontinenten. «Die Frauen, die hierherkommen, sind von ihrer Krankheit so sehr gezeichnet, dass sie nur noch ein Leben in einem betreuten Rahmen führen können», sagt Barbara Vontobel. Sonne und Wolken, lies Höhepunkte und Herausforderungen, liegen im Heimgarten dicht nebeneinander.

Auch schwierige Momente

Um mit den Highlights zu beginnen: Der Jahresrückblick 2011 führt als solche etwa die Teilnahme an verschiedenen Märkten gegen Ende des Jahres wie dem Martini-Markt in Brugg, dem Adventsmarkt in Baden sowie dem Christchindlimarkt in Schinznach-Dorf an. «Aber es gab neben all diesen erfreulichen Anlässen auch Momente, die schwierig waren und die traurig machten», hält Heimleiterin Barbara Vontobel fest. «Einige Bewohnerinnen mussten für kürzere oder längere Zeit stationär in der psychiatrischen Klinik behandelt werden.» Dennoch war laut Vontobel «2011 mit allen Hochs und Tiefs ein gutes Jahr. Wir konnten während 365 Tagen 27 Wohnplätze bieten. 20 Plätze waren in der Tagesstruktur für Interne und Externe. Zwei Plätze sind als geschützte Arbeitsplätze geführt.»

Grössere Privaträume

Nun steht der Heimgarten vor neuen Herausforderungen. So wird das 2008 begonnene Projekt der Verbesserung der Wohn- und Betreuungsstrukturen weitergeführt. Bis Ende 2012 sollen alle Bewohnerinnen über einen Privatraum von mindestens 16 Quadratmeter verfügen – oder sie wohnen in einer ihrem Bedürfnis entsprechenden betreuten oder begleiteten Wohngruppe: Dafür werden zwei zusätzliche Aussenwohngruppen eröffnet. Und: Im Wohnheim wird der zweite Stock umgebaut, damit aus sechs kleinen Zimmern drei grosse werden.

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