Hessenberg
«Fein Ässe» und Postauto fahren halten diese Senioren seit 25 Jahren zusammen

Was vor einem Vierteljahrhundert aus den Turn-Veteranen von Bözen, Effingen und Elfingen entstand, ist zu einer losen Vereinigung mit rund 80 Pensionierten herangewachsen. Grund genug für einen geschichtlichen Rückblick und zum Feiern.

Dieter Minder
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Die Veteranen Hessenberg feiern das 25-Jahr-Jubiläum in der Turnhalle Effingen.

Die Veteranen Hessenberg feiern das 25-Jahr-Jubiläum in der Turnhalle Effingen.

Dieter Minder

Seit 25 Jahren ist «fein Ässe» ein wichtiges Element im Leben der Veteranen Hessenberg. In der Regel einmal pro Monat sind sie zu interessanten Betrieben und Gegenden unterwegs. Solche Ausflüge werden traditionellerweise mit «fein Ässe» in einem bekannten Lokal verbunden. Grillnachmittage, Spiel- und Jassnachmittage und eine Jahresversammlung sind weitere feste Bestandteile ihres Programms.

Heinrich Pfister war der erste Obmann der Vereinigung.

Heinrich Pfister war der erste Obmann der Vereinigung.

Bild: Dieter Minder

In Effingen, einer der Geburtsstätten ihrer Organisation, trafen sich die Veteranen zum Jubiläumsanlass. Es sind jetzt 25 Jahre her seit Heinrich Pfister zum Obmann der neuen Veteranenvereinigung ernannt wurde. Anfänglich fanden sich in ihr vor allem die Turn-Veteranen aus Bözen, Effingen und Elfingen zusammen.

Doch bald wurde der Kreis ausgeweitet. Dies haben die Veteranen mit dem Namen Hessenberg zum Ausdruck gebracht, auf dieser Höhe treffen die drei Gemeinden zusammen. Obmann Pfister konnte einige seiner Arbeitskollegen aus dem Badischen als Hessenberg Veteranen gewinnen. Ihnen ist es zu verdanken, dass die Veteranen regelmässig nach Süddeutschland fahren. Für ihre Fahrten nutzen die Mitglieder jeweils Postautos. Am Fusse des Bözbergs ein untrügliches Zeichen für die Reiselust der Hessenberg Veteranen.

Virtuelle Reisen während der Coronapandemie

Auf dem sonnigen Sportplatz bei der Turnhalle Effingen begann die Jubiläumsfeier mit einem Apéro. Für den festlichen und natürlich kulinarischen Teil wechselten die über 80 Veteranen in die Turnhalle. Diskussion- und reibungslos ging die Zertifikatskontrolle vor sich. Die Veteranen wollten sich den Abend nicht auch noch durch Covid 19 verderben lassen. Dies im Gegensatz zu den beiden letzten Jahren. Sie mussten auf viele Treffen und Reisen verzichten.

Nicht nur mit dem Postauto, sondern auch mit der Furka-Dampfbahn waren die Veteranen schon unterwegs.

Nicht nur mit dem Postauto, sondern auch mit der Furka-Dampfbahn waren die Veteranen schon unterwegs.

zvg/Urs Frei

«Wir haben einiges verpasst», sagte Obmann Daniel Büeler. Zuerst überbrückten sie die Zeit mit Erinnerungsberichten auf ihrer Homepage. Das genügte dem lebendigen Geist der Veteranen bald nicht mehr. «Wir machten virtuelle Reisen kreuz und quer durch unser Gebiet», sagte Urs Frei. Viele davon haben die Veteranen und ihre Familien in kleinen Gruppen vollzogen.

Erster Ausflug der Veteranen Hessenberg führte mit dem Postauto nach Tegerfelden.

Erster Ausflug der Veteranen Hessenberg führte mit dem Postauto nach Tegerfelden.

zvg

Frei liess die vergangenen 25 Jahre mit zahlreichen Bildern Revue passieren. Ergänzt wurden seine Ausführungen durch Erzählungen von Hanspeter Joss, der 2012 als Nachfolger von Heinrich Pfister die Funktion des Obmanns übernommen hatte. Für Büeler ist mit der Jubiläumsversammlung die Zeit der Durchhaltemails an die Veteranen zu Ende und er hofft wieder auf Ausflüge.

Unterhalterin half beim Service mit

In der Turnhalle begrüsste Daniel Büeler, seit 2020 der aktuelle und dritte Obmann die Veteranen zum offiziellen Jubiläumsanlass. Doch kaum hatte er zu sprechen begonnen, wurde er unterbrochen.

Sophie Gugger aus Ins strapaziert die Lachmuskeln der Anwesenden.

Sophie Gugger aus Ins strapaziert die Lachmuskeln der Anwesenden.

Bild: Dieter Minder

Eine Frau, offensichtlich aus dem Serviceteam der Frauenriege Effingen, unterbrach Büeler, weil die Zeit dränge. Sie forderte die Gäste zum ultimativen Applaus für den Obmann auf, um dann selber die Regie zu übernehmen. Sie stellte sich in tiefem Berndeutsch als Sophie Gugger aus Ins vor. Was folgte war ein intensives Training für die Lachmuskeln der Veteranen.

Es wurde immer offensichtlicher, dass Sophie Gugger Teil des Unterhaltungsprogramms und nicht des Serviceteams war. Doch gerade diese Annahme erwies sich als nicht ganz korrekt. Bei anschliessenden Nachtessen, aus der Küche des «Bären» Bözen, unterstützte Schauspielerin Claudia Sommerfeld aus Seengen die Frauenriege intensiv. Danach schlüpfte sie, sehr zur Freude der Veteranen, wieder in die Rolle der Sophie Gugger.

Das Trio um René Loepfe sorgt für die musikalische Unterhaltung.

Das Trio um René Loepfe sorgt für die musikalische Unterhaltung.

Dieter Minder

Musikalisch begleitete René Loepfe aus Oedenholz im Mettauertal mit zwei Kameraden die Veteranen durch den gelungenen Jubiläumsabend.

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