Villnachern

Hinter dem «Bären» kehrt neues Leben ein

Auf dem heutigen Parkplatz hinter dem «Bären» ist eine Überbauung geplant.

Auf dem heutigen Parkplatz hinter dem «Bären» ist eine Überbauung geplant.

Beim Gasthof zum Bären mitten in Villnachern sollen 20 Wohnungen entstehen.

Es ist ein stattliches Bauvorhaben, das geplant ist im Ortszentrum in Villnachern: Auf der Parzelle hinter dem Gasthof zum Bären, die bisher als Parkplatz diente, soll ein Neubau samt Tiefgarage erstellt werden. Das Restaurant bleibt bestehen, der alte Schopf aber wird abgebrochen, der Anbau verschmälert.

Der «Bären» zeichne sich aus durch südöstlich gelegene Treppengiebel, «die ein klassisches und zugleich ortstypisches Merkmal repräsentieren», erklärt der zuständige Architekt Ruedi Schultheiss, Biel. «Der Bauherrschaft ist es ein Anliegen, dieses Merkmal hervorzuheben und einen Baukörper so zu gestalten, dass dieser Bereich auch von Besuchern gern gesehen wird.»

Zu einem früheren Zeitpunkt, fährt der Architekt fort, war das Gebäude gut doppelt so gross wie heute: Ein hinterer Gebäudeteil fiel einem Brand zum Opfer. Der vordere Gebäudeteil – der heutige «Bären» – sei durch den Treppengiebel geschützt, der damit zugleich die Funktion einer Brandmauer erfülle. «Mit dem vorliegenden Projekt lässt die Bauherrschaft diese Grösse wieder aufleben», führt Schultheiss aus. «Zeit- und ortsgemäss umgesetzt, entsteht so am gleichen Platz ein Neubau mit ansprechenden Mietwohnungen zu ortsüblichen Mietpreisen.»

Alle Altersstufen angesprochen

Ergänzt werde das Ensemble durch einen hofseitig gelegenen kleineren Baukörper. So entsteht laut Schultheiss eine urbane Hofsituation einerseits mit Spiel- und frequentierten Aufenthaltsflächen, andererseits mit privaten Gartenbereichen und sonnigen Ruhezonen.

Das Vorhaben sei auch in Zusammenarbeit mit der Baubehörde von Villnachern geplant worden und soll Einzelpersonen und Familien aller Altersstufen ansprechen. Die Rede ist von 20 Wohnungen mit 2 und 3 Zimmern. Die Bauherrschaft lege Wert darauf, «dass die Bewohner auch Urbanität im Zentrum einer ländlichen Gemeinde erleben können und dabei die ortstypischen Merkmale baulich umgesetzt werden», hält der Architekt weiter fest. Der «Bären» selbst, ist er überzeugt, profitiert von diesem Vorhaben. «Er rückt als Zentrum ins Licht und wird stärker belebt.» Das Baugesuch liegt bis 23. April bei der Gemeindekanzlei auf.

Detailliert eingegangen wird in den Unterlagen auf die Erschliessung. Diese ist im südlichen Bereich der Parzelle vorgesehen. Wegen Konfliktpunkten – erwähnt werden die geplante einspurige Rampe in die Tiefgarage sowie die oberirdischen Parkfelder – habe die Gemeinde eine vertiefte Untersuchung verlangt.

66 Fahrten mehr pro Tag

Ausgegangen wird von einem Verkehrsaufkommen von bis zu 150 Fahrten pro Tag, was einer Zunahme gegenüber heute von 66 Fahrten entspricht. Notwendig für die Wohnnutzung und das Restaurant sind insgesamt 39 bis 44 Parkfelder. In der Tiefgarage sind 32 Plätze vorgesehen. Ergänzt werden soll das Angebot, heisst es in den Unterlagen, durch Oberflächenparkfelder im Bereich der Einfahrt in die Tiefgarage sowie auf der gegenüberliegenden Parzelle.

Diese Punkte wurden mit einem Expertenbüro aus Aarau untersucht und entwickelt, sodass die aufgelegte Lösung die gestellten Anforderungen heute erfüllt, so Schultheiss.

Autor

Michael Hunziker

Michael Hunziker

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