Schwarz-weiss wie das Brugger Wappen musste sie sein: Die Tischbombe, die Einwohnerratspräsident Jürg Baur nicht nur selber dekoriert hatte, sondern zur Feier der Tages am Dienstagmittag hinter dem Stadthaus auch gleich selber zündete. Zuvor sprach er von einem «würdigen Startschuss». Doch das war gar nicht so einfach. Mehrere Versuche waren nämlich nötig, bis die Zündschnur Feuer fing, der Deckel in die Luft flog und die Bombe den bunten Inhalt preisgab.

Mehrere Anläufe hatte auch Stadtrat Reto Wettstein unternehmen müssen, bis er einen geeigneten Präsidenten für die Organisation des Brugger Stadtfests 2018 gefunden hatte. Bis Ende Jahr wollte er sich dafür Zeit lassen. Vor und während den Sommerferien habe er das Organisationstalent Jürg Baur mehrmals auf das vakante Präsidium angesprochen, erzählte Wettstein am Kick-off-Apéro. Am Rottweiler Stadtfest vor zehn Tagen konnten die beiden Politiker die Angelegenheit dann besiegeln. «Der Brugger Stadtrat hat die Zusage von Jürg Baur als OK-Präsident mit grosser Freude zur Kenntnis genommen», betonte Wettstein.

Noch bis Ende Jahr ist CVP-Mitglied Baur Einwohnerratspräsident und somit höchster Brugger. «Ich habe noch keine konkreten Vorstellungen, will aber mit dem Fest etwas Tolles für die Stadt und die Region machen», sagte der 55-Jährige zu seinen Absichten.

Datum steht noch nicht fest

Zur Erinnerung: Das letzte Stadtfest unter dem Motto «Best of Brugg» fand – notabene nach einer 18-jährigen Pause – vom 30. Mai bis zum 2.Juni 2013 statt. Rund 100’000 Besucher verwandelten die Prophetenstadt während vier Tagen in eine einzige Festhütte. Am Schluss resultierte in der Kasse ein Plus von 60’000 Franken.

Wann genau das Stadtfest 2018 über die Bühne gehen wird, steht gemäss OK-Präsident Jürg Baur noch nicht fest. Sein Ziel ist, bis Ende Jahr ein vollständiges OK zu bilden und eine erste Sitzung durchzuführen. Erste Aufrufe in den Medien haben gemäss Wettstein bereits Wirkung gezeigt.

Neben Baur sind auch Markus Lang, Urs Herzog, Peter Schwob, Richard Hug, Ehrenpräsident und Stadtammann Daniel Moser, Thomas Steinhauer, Roger Brogli, Walter Krenn, Dobrina Gothuey sowie Yangchen Büchli bereit, im OK mitzuarbeiten. Gesucht werden noch weitere Interessierte.

Kreativ, originell und mit Nachbarn

Obwohl sich der OK-Präsident bald einmal mit den Verantwortlichen der Badenfahrt 2017 austauschen möchte, will sich Baur nicht mit der Stadt Baden messen lassen. «In Brugg wird es ganz sicher keine Badenfahrt geben. Unser OK besteht im Idealfall aus 20 Personen und ist somit deutlich kleiner als jenes in Baden», fuhr er fort. Der Festperimeter in Brugg soll überschaubar und klar abgegrenzt sein. Seiner Meinung nach braucht es keinen Festbetrieb auf dem Neumarktplatz.

Vielmehr will Baur auf kreative Ideen und originelle Beizli fokussieren. Er kann sich auch gut vorstellen, dass sich Nachbargemeinden am Brugger Stadtfest beteiligen. Ganz nach seinem Wunsch: Es soll ein grossartiges Fest für die ganze Region werden.