Das Hospiz-Angebot in der Schweiz wird langsam grösser. Im ganzen Land gibt es aktuell 94 Hospizbetten, 10 davon befinden sich an der Fröhlichstrasse in Brugg. Während das Hospiz Aargau bereits auf eine 25-jährige Geschichte zurückblicken kann, befindet sich das Hospiz Zentralschweiz in Luzern erst im Aufbau.

Drei Pfeiler hat das Hospiz Aargau. Da ist erstens das Hospiz Stationär im ehemaligen Bezirksspital Brugg. Die zweite Säule umfasst Hospiz Ambulant, wo Freiwillige mithelfen, die letzten Tage von Sterbenden im eigenen Heim mitzugestalten. Mit dem dritten Bereich ist der Hospiz Trauertreff gemeint, der in Bad Zurzach und Brugg sowie als Café in Aarau angeboten wird.

Wie ein Blick in den Jahresbericht zeigt, wurden letztes Jahr im Hospiz Stationär 77 Todesfälle (2017 waren es 65) und 3 Austritte (Vorjahr: 5) registriert. Neben 25 Festangestellten (Pflegefachpersonen und Administration) waren an der Fröhlichstrasse auch 43 Freiwillige engagiert. Letztere leisteten 1019 Einsätze und standen 6029 Stunden im Rahmen der Freiwilligenarbeit für die Sterbenden zur Verfügung. Die Pflegeauslastung betrug 91,2 % (2017: 83,6 %) und die Bettenauslastung sogar 98,3 % (Vorjahr: 90,5 %).

Im Bereich Hospiz Ambulant ist die Zahl der Freiwilligeneinsätze seit 2016 mit 273 resp. 278 Einsätzen konstant. Ein wichtiger Ausgleich nach anstrengenden oder belastenden Einsätzen ist jeweils der direkte Austausch mit den Einsatzleiterinnen. Weiter wird in den regelmässigen Supervisionen reflektiert und Belastendes im Team besprochen.

Einzig beim Trauertreff ist die Nachfrage insgesamt erneut zurückgegangen. Letztes Jahr gab es im Aargau (Wohlen wurde Ende 2017 geschlossen) 44 Trauertreffen mit 123 Teilnehmern (2017 waren es 65 Treffen mit 149 Teilnehmern und im Jahr zuvor 69 Treffen mit 175 Teilnehmern). Das Rechnungsergebnis liegt über dem Budget und weist einen Gewinn von 95'295 Franken aus.